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Atrialer Septumdefekt (ASD): Eine kleine Öffnung, die das ganze Herz betrifft
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Atrialer Septumdefekt (ASD): Eine kleine Öffnung, die das ganze Herz betrifft
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Zwischen den vier Kammern des Herzens gibt es eine "Wand", die den linken und den rechten Vorhof trennt, die so genannte Vorhofscheidewand.
Diese Wand verhindert, dass sich sauerstoffreiches und sauerstoffarmes Blut vermischen, und sorgt so für eine normale Zirkulation im Körper.
Wenn in dieser Wand ein abnormales Loch entsteht, bildet sich ein Vorhofseptumdefekt (ASD) - eine der häufigsten angeborenen Herzkrankheiten.
1. Was ist ein Vorhofseptumdefekt?
Ein ASD tritt auf, wenn sich die Vorhofscheidewand während der fötalen Entwicklung nicht vollständig schließt, so dass ein abnormaler Durchgang zwischen dem linken und dem rechten Vorhof entsteht.
Da der Druck im linken Vorhof höher ist als im rechten Vorhof, fließt das Blut von links nach rechts.
Im Laufe der Zeit kann dies die Arbeitsbelastung des rechten Vorhofs und der rechten Herzkammer erhöhen und schließlich zu Lungenhochdruck, Herzrhythmusstörungen oder sogar Herzversagen führen.
2. Was sind die Symptome?
Kleine ASDs verursachen oft keine offensichtlichen Symptome und können ein Leben lang unbemerkt bleiben.
Größere Defekte können jedoch zu den folgenden Symptomen führen:
- Kurzatmigkeit oder Müdigkeit bei Aktivität
- Herzklopfen oder Engegefühl in der Brust
- Wachstumsverzögerung bei Kindern
In schweren Fällen Schwellung der Beine, Herzrhythmusstörungen oder Zyanose (bläuliche Verfärbung der Haut)
3. Wie wird ASD diagnostiziert?
Moderne bildgebende Verfahren ermöglichen eine genaue Diagnose des ASD:
- Echokardiographie (Ultraschall des Herzens): Die häufigste Untersuchung, die die Lage und Größe des Defekts deutlich zeigt.
- CT- oder MRT-Bildgebung des Herzens: Liefert 3D-Strukturinformationen und hilft bei der Beurteilung des umliegenden Gewebes.
- Katheterisierung und Angiografie: Werden vor einer Operation zur genauen Lokalisierung und Behandlungsplanung eingesetzt.
4. Wie wird der ASD behandelt?
Das Ziel der Behandlung besteht darin, den abnormen Durchgang zu schließen und den normalen Blutfluss im Herzen wiederherzustellen.
Es gibt zwei Hauptbehandlungsansätze:
- Chirurgische Reparatur: Die traditionelle Methode, bei der der Defekt durch eine Operation am offenen Herzen genäht oder geflickt wird.
- Transkatheter-Verschluss: Eine minimalinvasive Technik, die immer häufiger angewandt wird.
Über die Oberschenkel- oder Halsvene wird ein Katheter eingeführt, der ein Verschlusssystem an die Defektstelle bringt und das Loch verschließt.
Dieser Ansatz bietet kleinere Schnitte, eine schnellere Genesung und hervorragende Ergebnisse.