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Was ist eine arthroskopische Broström-Reparatur? | Orthosyn
Erfahren Sie, was chronische laterale Sprunggelenkinstabilität ist, wie die Broström-Reparatur den lateralen Bandapparat des Sprunggelenks stabilisiert, welche Rolle die Arthroskopie dabei spielt und wie Fadenanker zur Refixation der Bänder an der Fi
Die arthroskopische Broström-Reparatur ist eine minimalinvasive Operationstechnik zur Behandlung ausgewählter Patienten mit chronischer lateraler Sprunggelenkinstabilität, insbesondere wenn die Außenbänder nach wiederholten Sprunggelenkdistorsionen ihre stabilisierende Funktion nicht mehr ausreichend erfüllen.
Das klassische Broström-Verfahren basiert auf der anatomischen Reparatur der verletzten lateralen Sprunggelenkbänder, insbesondere des Ligamentum talofibulare anterius (ATFL) und, falls erforderlich, des Ligamentum calcaneofibulare (CFL). Moderne arthroskopische Techniken ermöglichen es, das Sprunggelenk über kleine Portale zu untersuchen und ausgewählte Schritte der Bandreparatur minimalinvasiv durchzuführen.
Bei einer arthroskopischen Broström-Reparatur können Fadenanker in die distale Fibula eingesetzt werden, um Fixationspunkte zu schaffen. Die mit den Ankern verbundenen Fäden werden durch das verbliebene Band- und Kapselgewebe geführt und gespannt, um die anatomische Anheftung an der Fibula wiederherzustellen.
Das grundlegende Konzept lautet:
Chronische laterale Sprunggelenkinstabilität → Bandbeurteilung → Vorbereitung der Fibula → Platzierung der Fadenanker → Bandrefixation → Stabilisierung des Sprunggelenks
Was ist eine chronische laterale Sprunggelenkinstabilität?
Sprunggelenkdistorsionen gehören zu den häufigsten Verletzungen des Bewegungsapparates.
Viele laterale Sprunggelenkverletzungen betreffen die Bandstrukturen an der Außenseite des Sprunggelenks. Obwohl zahlreiche Verletzungen konservativ behandelt werden können, können wiederholte Distorsionen oder eine unzureichende Heilung zu einer anhaltenden Instabilität führen.
Patienten mit chronischer lateraler Sprunggelenkinstabilität können unter anderem folgende Beschwerden aufweisen:
Wiederholte Sprunggelenkdistorsionen
Gefühl des „Wegknickens“
Schwierigkeiten bei schnellen Richtungswechseln
Instabilität auf unebenem Untergrund
Anhaltende Beschwerden an der Außenseite des Sprunggelenks
Unsicherheit bei sportlichen oder körperlichen Aktivitäten
Die Erkrankung kann eine mechanische Bandinsuffizienz, eine funktionelle Instabilität oder eine Kombination aus beiden umfassen.
Welche Bänder stabilisieren das laterale Sprunggelenk?
Der laterale Bandapparat des Sprunggelenks besteht hauptsächlich aus drei Bändern:
Ligamentum talofibulare anterius – ATFL
Ligamentum calcaneofibulare – CFL
Ligamentum talofibulare posterius – PTFL
Von diesen Strukturen ist insbesondere das ATFL häufig von typischen Inversionsverletzungen des Sprunggelenks betroffen.
Ligamentum Talofibulare Anterius
Das ATFL verläuft zwischen der distalen Fibula und dem Talus.
Es wird häufig bei lateralen Sprunggelenkdistorsionen verletzt, insbesondere wenn eine Inversion in Plantarflexion auftritt.
Ligamentum Calcaneofibulare
Das CFL verbindet die Fibula mit dem Calcaneus und trägt zur lateralen Stabilität des Sprunggelenks und des unteren Sprunggelenks bei.
Abhängig vom Verletzungsmuster und vom Ausmaß der Instabilität können sowohl ATFL als auch CFL bei einer operativen Stabilisierung berücksichtigt werden.
Ligamentum Talofibulare Posterius
Das PTFL ist ein kräftiger Bestandteil des lateralen Bandkomplexes und wird bei gewöhnlichen Sprunggelenkdistorsionen im Allgemeinen seltener verletzt.
Was ist eine Broström-Reparatur?
Das Broström-Verfahren ist eine anatomische Bandreparaturtechnik zur Wiederherstellung der lateralen Sprunggelenkstabilität.
Anstatt den Bandapparat grundsätzlich mit einem Sehnentransplantat zu rekonstruieren, zielt das Verfahren darauf ab, das verbliebene körpereigene Bandgewebe zu erhalten und zu reparieren, sofern dessen Qualität dafür geeignet ist.
Das Grundprinzip lautet:
Geschädigtes Außenband → Anatomische Refixation → Wiederherstellung der lateralen Sprunggelenkstabilität
Das Verfahren konzentriert sich vor allem auf das ATFL und kann abhängig vom Instabilitätsmuster und der gewählten Operationstechnik auch das CFL einbeziehen.
Was ist ein modifiziertes Broström-Verfahren?
Der Begriff modifizierte Broström-Reparatur wird häufig verwendet, wenn die anatomische Bandreparatur durch eine zusätzliche Verstärkung ergänzt wird.
Eine bekannte Modifikation ist das Broström-Gould-Verfahren, bei dem der reparierte laterale Bandapparat zusätzlich durch das inferiore Extensorenretinakulum verstärkt wird.
Das Ziel bleibt die anatomische Stabilisierung unter möglichst weitgehendem Erhalt und Wiederaufbau der körpereigenen Bandstrukturen.
Es existieren verschiedene technische Varianten. Das genaue Verfahren hängt von Anatomie, Gewebequalität, Instabilitätsmuster, Begleitpathologien und Präferenz des Operateurs ab.
Was unterscheidet die arthroskopische Broström-Reparatur?
Die traditionelle Broström-Reparatur wird häufig über einen offenen lateralen Zugang durchgeführt.
Bei der arthroskopischen Broström-Reparatur wird eine Sprunggelenkarthroskopie eingesetzt, um das Gelenk zu untersuchen und ausgewählte Schritte der Bandreparatur über arthroskopische Portale durchzuführen.
Ein allgemeines Konzept lautet:
Arthroskopische Untersuchung → Beurteilung von Begleitpathologien → Vorbereitung des fibularen Ansatzes → Platzierung der Fadenanker → Erfassung von Band/Kapsel → Spannung und Fixation
Die genaue Technik kann sich je nach Operateur und verwendetem Fixationssystem unterscheiden.
Warum ist Arthroskopie bei chronischer Sprunggelenkinstabilität sinnvoll?
Eine chronische Sprunggelenkinstabilität kann gemeinsam mit intraartikulären Veränderungen auftreten.
Die Arthroskopie ermöglicht eine direkte Untersuchung des Gelenks und kann zur Identifikation begleitender Pathologien beitragen, beispielsweise:
Synovitis
Osteochondrale Läsionen
Freie Gelenkkörper
Knorpelveränderungen
Anteriores Impingement
Narbengewebe
Weitere intraartikuläre Veränderungen
Dies ist einer der Gründe, warum die Arthroskopie in die operative Behandlung chronischer lateraler Sprunggelenkinstabilität integriert werden kann.
Nicht jeder Begleitbefund erfordert eine operative Behandlung. Der konkrete Eingriff richtet sich nach der individuellen klinischen Situation.
Wann wird eine Broström-Reparatur in Betracht gezogen?
Eine Broström-Reparatur kann bei ausgewählten Patienten mit symptomatischer chronischer lateraler Sprunggelenkinstabilität erwogen werden, wenn eine angemessene konservative Behandlung keine ausreichende Stabilität erreicht hat.
Zur konservativen Behandlung können gehören:
Anpassung der körperlichen Aktivität
Physiotherapie
Propriozeptives Training
Muskelkräftigung
Orthesen oder Bandagen
Neuromuskuläres Rehabilitationstraining
Eine Operation ist nach einer Sprunggelenkdistorsion nicht automatisch erforderlich.
Die Entscheidung hängt unter anderem von Symptomen, klinischer Instabilität, Bandqualität, Aktivitätsanforderungen, bildgebenden Befunden, Begleitpathologien und dem Ansprechen auf konservative Maßnahmen ab.
Wie wird eine chronische laterale Sprunggelenkinstabilität untersucht?
Die Beurteilung kombiniert üblicherweise Anamnese, körperliche Untersuchung und gegebenenfalls bildgebende Verfahren.
Die klinische Untersuchung kann folgende Aspekte umfassen:
Wiederholte Distorsionen
Episoden des Wegknickens
Laterale Druckempfindlichkeit
Bewegungsumfang
Rückfußstellung
Bandlaxität
Funktionelle Stabilität
Funktion der Peronealsehnen
Spezifische klinische Tests können den vorderen Schubladentest und den Talar-Tilt-Test umfassen.
Abhängig von der klinischen Situation können Röntgenaufnahmen, MRT, Ultraschall oder Stressaufnahmen eingesetzt werden.
Ein einzelner Befund sollte nicht unabhängig von der gesamten klinischen Beurteilung betrachtet werden.
Wie wird eine arthroskopische Broström-Reparatur durchgeführt?
Die genaue Operationstechnik kann variieren, lässt sich jedoch in mehrere allgemeine Schritte unterteilen.
1. Arthroskopische Untersuchung
Das Arthroskop wird über geeignete Portale in das Sprunggelenk eingeführt.
Der Operateur beurteilt das Gelenk auf mögliche Begleitpathologien und untersucht die relevanten Band- und Kapselstrukturen.
2. Vorbereitung des fibularen Ansatzes
Der anatomische Ansatzbereich des lateralen Bandapparates an der distalen Fibula wird identifiziert.
Die Knochenoberfläche kann vorbereitet werden, um einen geeigneten Bereich für die Refixation des Bandgewebes zu schaffen.
3. Platzierung der Fadenanker
Ein oder mehrere Fadenanker können in die distale Fibula eingebracht werden.
Die Anker dienen als Fixationspunkte für die Fäden, mit denen das Bandgewebe erfasst und befestigt wird.
4. Fadenpassage
Die Fäden werden mithilfe geeigneter Instrumente durch das ATFL und/oder das zugehörige Kapselgewebe geführt.
5. Bandspannung
Das Gewebe wird in Richtung seines anatomischen Ansatzes repositioniert.
Eine angemessene Spannung ist wichtig, da Stabilität wiederhergestellt werden soll, ohne die normale Beweglichkeit des Sprunggelenks unnötig einzuschränken.
6. Endgültige Fixation
Die Fäden werden entsprechend dem gewählten Ankersystem und der Operationstechnik gesichert.
Anschließend werden Reparatur und Sprunggelenkstabilität beurteilt.
Wie werden Fadenanker bei einer Broström-Reparatur eingesetzt?
Fadenanker schaffen Fixationspunkte zwischen dem lateralen Bandgewebe und der distalen Fibula.
Das grundlegende Fixationsprinzip lautet:
Distale Fibula → Fadenanker → Faden → ATFL/Kapselgewebe
Nach der Positionierung des Ankers in der Fibula können die daran befestigten Fäden durch das Bandgewebe geführt werden.
Anschließend wird das Gewebe an seinen anatomischen Ansatz zurückgeführt und fixiert.
Dadurch entsteht eine Knochen-Weichteil-Fixation, die das Band während des Heilungsprozesses in der vorgesehenen Position halten soll.
Warum ist die Position des Fadenankers wichtig?
Die distale Fibula ist eine relativ kleine anatomische Struktur. Deshalb muss die Positionierung des Ankers unter Berücksichtigung der umgebenden Anatomie erfolgen.
Wichtige Faktoren können sein:
Eintrittspunkt des Ankers
Bohrrichtung
Ankerdurchmesser
Insertionstiefe
Knochenqualität
Abstand zwischen mehreren Ankern
Abstand zur Gelenkfläche
Verfügbarer Knochenbestand
Eine präzise Instrumentierung und kontrollierte Bohrung sind daher wichtige Bestandteile einer ankerbasierten Bandreparatur.
Warum spielt der Durchmesser des Fadenankers eine Rolle?
Jeder Anker benötigt einen Knochentunnel beziehungsweise einen entsprechenden Insertionskanal.
Der Durchmesser des Ankers beeinflusst daher die für die Implantation erforderliche Knochenmenge.
Kleinere Anker können in ausgewählten anatomischen Regionen von Vorteil sein, da sie kleinere Knochentunnel benötigen können.
Dies kann besonders relevant sein, wenn:
Nur begrenzter Knochenbestand vorhanden ist
Mehrere Anker benötigt werden
Anker relativ nah beieinander positioniert werden
Knochenerhalt wichtig ist
Eine mögliche spätere Revisionsoperation berücksichtigt werden soll
Ein kleinerer Anker ist jedoch nicht automatisch die bessere Lösung.
Bei der Auswahl müssen auch Fixationsanforderungen, Knochenqualität, Implantatdesign, Fadenkonfiguration, Operationstechnik und anatomische Dimensionen berücksichtigt werden.
Können Soft All-Suture Anchors bei der lateralen Bandreparatur eingesetzt werden?
Soft All-Suture Anchors stellen eine Kategorie von Ankertechnologien für arthroskopische Weichteilfixationen dar.
Im Gegensatz zu konventionellen Ankern mit massivem Implantatkörper bestehen All-Suture-Anker hauptsächlich aus hochfestem Fadenmaterial und werden nach der Einführung durch einen relativ kleinen Knochentunnel im Knochen entfaltet.
Mögliche Eigenschaften sind:
Kleiner Insertionsdurchmesser
Reduzierter Knochentunneldurchmesser
Geringes Volumen eines festen Implantatmaterials
Knochenerhaltendes Fixationskonzept
Möglichkeit mehrerer Fixationspunkte in begrenzten anatomischen Bereichen
Diese Eigenschaften können bei der Planung von Weichteilfixationen an kleineren anatomischen Strukturen wie der distalen Fibula relevant sein.
Die Eignung eines All-Suture-Ankers für einen bestimmten Eingriff hängt von Operationstechnik, Knochenqualität, Fixationsanforderungen, Implantateigenschaften und der Beurteilung durch den Operateur ab.
Was ist der Unterschied zwischen Soft Anchors und soliden Fadenankern?
Fadenanker können auf unterschiedlichen Implantatkonzepten und Materialien basieren.
Merkmal Soft All-Suture Anchor Solider Fadenanker
Implantatkonzept Überwiegend fadenbasiert Massiver Implantatkörper
Knochentunnel Im Allgemeinen kleiner Abhängig vom Ankerdurchmesser
Implantatvolumen Geringes Volumen festen Materials Solider Implantatkörper verbleibt im Knochen
Fixationsmechanismus Entfaltung im Knochen Mechanische Verankerung des festen Ankers
Knochenerhalt Wichtiges Designmerkmal Abhängig von Größe und Design
Anwendung Weichteilfixation Weichteilfixation
Keines der beiden Konzepte ist für jede Situation grundsätzlich überlegen.
Die geeignete Auswahl hängt von Anatomie, Knochenqualität, Gewebeeigenschaften, Fixationsstrategie und Präferenz des Operateurs ab.
Können PEEK-Fadenanker für Weichteilfixationen eingesetzt werden?
PEEK – Polyetheretherketon – ist ein Hochleistungspolymer, das bei orthopädischen Implantaten eingesetzt wird.
PEEK-Anker stellen eine solide Fixationsoption dar und werden unter anderem mit folgenden Eigenschaften in Verbindung gebracht:
Mechanische Festigkeit
Biokompatibilität
Röntgentransparenz
Beständigkeit gegenüber Abbau
Etablierte Verwendung bei orthopädischen Weichteilfixationen
Die Wahl zwischen PEEK-, Titan-, All-Suture- oder anderen Ankertechnologien hängt vom jeweiligen Eingriff und den spezifischen Fixationsanforderungen ab.
Was ist mit Titan-Fadenankern?
Titan-Fadenanker sind eine weitere etablierte Option für die Knochen-Weichteil-Fixation.
Mögliche Eigenschaften sind:
Solide metallische Konstruktion
Mechanische Festigkeit
Biokompatibilität
Permanentes Implantat
Langjährige Anwendung in der Orthopädie
Wie bei anderen Ankertechnologien sind eine geeignete Ankergröße und kontrollierte Positionierung besonders in anatomischen Regionen mit begrenztem Knochenvolumen wichtig.
Wie viele Fadenanker werden bei einer Broström-Reparatur verwendet?
Es gibt keine universell festgelegte Anzahl von Fadenankern für jede Broström-Reparatur.
Die Anzahl kann von verschiedenen Faktoren abhängen:
Ausmaß der Bandverletzung
Qualität des ATFL-Gewebes
Beteiligung des CFL
Größe der distalen Fibula
Ankerdimensionen
Knochenqualität
Reparaturkonfiguration
Begleitende Kapsellaxität
Operationstechnik
Einige Techniken können einen einzelnen Fixationspunkt verwenden, während bei anderen mehrere Anker eingesetzt werden.
Die Anzahl sollte daher anhand der Anforderungen der individuellen Reparatur und nicht nach einer festen Regel bestimmt werden.
Wird bei der Broström-Reparatur immer nur das ATFL behandelt?
Nein.
Das ATFL ist häufig das primär behandelte Band bei der lateralen Sprunggelenkstabilisierung. Das Verletzungsmuster kann jedoch weitere Strukturen betreffen.
Das CFL kann ebenfalls zur Instabilität beitragen, insbesondere wenn die Instabilität über eine isolierte ATFL-Insuffizienz hinausgeht.
Der Operateur beurteilt deshalb den gesamten lateralen Bandkomplex und geht nicht automatisch davon aus, dass bei jedem Patienten ausschließlich das ATFL betroffen ist.
Was bedeutet Bandspannung und warum ist sie wichtig?
Nachdem die Fäden das Bandgewebe erfasst haben, muss das Gewebe vor der endgültigen Fixation angemessen gespannt werden.
Eine unzureichende Spannung kann zu einer verbleibenden Instabilität beitragen.
Eine übermäßige Spannung kann dagegen möglicherweise die normale Biomechanik verändern oder die Beweglichkeit einschränken.
Das Ziel besteht deshalb nicht darin, das Band maximal zu straffen.
Angestrebt wird die Wiederherstellung einer angemessenen anatomischen Spannung und Stabilität.
Auch die Position des Sprunggelenks während der Fixation kann Bestandteil der jeweiligen Operationstechnik sein.
Broström-Reparatur vs. Bandrekonstruktion: Was ist der Unterschied?
Broström-Reparatur und Bandrekonstruktion sind miteinander verwandte, aber unterschiedliche Strategien.
Merkmal Broström-Reparatur Bandrekonstruktion
Grundprinzip Reparatur des körpereigenen Bandes Rekonstruktion mit Transplantatgewebe
Körpereigenes ATFL Wird bei geeigneter Qualität erhalten und repariert Kann für eine direkte Reparatur unzureichend sein
Transplantat Bei einer Standardreparatur normalerweise nicht erforderlich Häufig erforderlich
Fadenanker Häufig verwendet Je nach Technik möglich
Primäres Ziel Anatomische Reparatur Ersatz/Rekonstruktion des insuffizienten Bandes
Auswahl Abhängig von Gewebequalität und Instabilität Wenn direkte Reparatur möglicherweise nicht geeignet ist
Eine Bandrekonstruktion kann in Betracht gezogen werden, wenn die Qualität des verbliebenen Bandgewebes für eine direkte Reparatur nicht ausreichend ist oder andere patientenspezifische Faktoren eine Rekonstruktion sinnvoller erscheinen lassen.
Welche Faktoren beeinflussen die Entscheidung zwischen Reparatur und Rekonstruktion?
Mehrere Faktoren können die Operationsplanung beeinflussen:
Qualität des körpereigenen Bandgewebes
Ausmaß und Dauer der Instabilität
Frühere Operationen am Sprunggelenk
Generalisierte Bandlaxität
Rückfußstellung
Aktivitätsniveau
Körperliche Voraussetzungen des Patienten
Begleitverletzungen
Revisionssituation
Beurteilung durch den Operateur
Eine arthroskopische Broström-Reparatur ist daher nicht automatisch für jeden Patienten mit chronischer lateraler Sprunggelenkinstabilität geeignet.
Was ist eine Internal-Brace-Augmentation?
Bei einigen Verfahren zur lateralen Sprunggelenkstabilisierung wird die Bandreparatur durch eine zusätzliche hochfeste Suture-Tape-Konstruktion verstärkt.
Dieses Konzept wird häufig als Internal-Brace-Augmentation bezeichnet.
Das Ziel besteht darin, dem reparierten Band eine zusätzliche mechanische Unterstützung zu geben.
Eine solche Augmentation ist jedoch nicht gleichbedeutend mit einer Standard-Broström-Reparatur und ist nicht bei jedem Patienten erforderlich.
Ihr Einsatz hängt von Operationsstrategie, Patientenfaktoren, Gewebequalität, Fixationssystem und Präferenz des Operateurs ab.
Welche weiteren Befunde können bei einer Sprunggelenkarthroskopie untersucht werden?
Ein Vorteil der Arthroskopie besteht darin, dass das Gelenk gleichzeitig auf mögliche Begleitpathologien untersucht werden kann.
Dazu gehören beispielsweise:
Osteochondrale Läsionen des Talus
Synovitis
Anteriores Sprunggelenkimpingement
Freie Gelenkkörper
Knorpelläsionen
Narbengewebe
Veränderungen der Gelenkflächen
Solche Befunde können die gesamte operative Planung beeinflussen.
Welche Instrumente können bei einer arthroskopischen Broström-Reparatur verwendet werden?
Abhängig von der gewählten Technik können unter anderem folgende Instrumente eingesetzt werden:
Arthroskop
Arthroskopische Kanülen
Sonden
Greifinstrumente
Shaver
Fräsen
Fadenanker
Bohrführungen für Anker
Bohrer
Fadenpassierer
Gewebepenetratoren
Instrumente für das Fadenmanagement
Fadenschneider
Die genaue Instrumentierung richtet sich nach Operationstechnik und Fixationssystem.
Was sollte bei der Auswahl eines Fadenankers berücksichtigt werden?
Die Auswahl eines Fadenankers sollte im Zusammenhang mit der gesamten Fixationsstrategie erfolgen.
Parameter Warum ist er wichtig?
Ankerdurchmesser Beeinflusst die erforderliche Größe des Knochentunnels
Ankermaterial Bestimmt die Implantateigenschaften
Knochenbestand der distalen Fibula Beeinflusst die verfügbaren Fixationsmöglichkeiten
Knochenqualität Kann die Anforderungen an die Fixation beeinflussen
Ankertrajektorie Wichtig für eine kontrollierte Platzierung
Fadenkonfiguration Beeinflusst die Erfassung des Gewebes
Anzahl der Anker Bestimmt die Reparaturkonfiguration
Gewebequalität Beeinflusst die gesamte Reparaturstrategie
Revisionsaspekte Können die Bedeutung des Knochenerhalts erhöhen
Kein einzelnes Ankerdesign ist für jeden Patienten oder jede Broström-Technik optimal.
Orthosyn Fadenanker für arthroskopische Weichteilfixationen
Orthosyn Medikal bietet verschiedene Fadenankertechnologien für arthroskopische Weichteilfixationen. Dadurch können unterschiedliche Implantatkonzepte entsprechend den anatomischen Dimensionen, der Knochenqualität, den Fixationsanforderungen und der gewählten Operationstechnik berücksichtigt werden.
Zu den relevanten Orthosyn-Ankertechnologien gehören:
Soft All-Suture Anchors
PEEK Suture Anchors
Titanium Suture Anchors
Knotless Anchor Systems
Verschiedene Ankerdurchmesser und Fadenkonfigurationen
Orthosyn Soft Suture Anchors
Orthosyn PEEK Suture Anchors
Orthosyn Titanium Suture Anchors
Die Auswahl eines Ankers für die laterale Sprunggelenkbandreparatur sollte anhand der Implantatdimensionen, der gewählten Operationstechnik, der Knochenqualität, der anatomischen Anforderungen und der jeweiligen Produktindikation erfolgen.
Fazit
Die arthroskopische Broström-Reparatur ist ein minimalinvasiver Ansatz zur anatomischen Reparatur des lateralen Bandapparates bei ausgewählten Patienten mit chronischer lateraler Sprunggelenkinstabilität.
Das Verfahren konzentriert sich häufig auf die Reparatur des Ligamentum talofibulare anterius (ATFL) und kann abhängig vom Instabilitätsmuster auch das Ligamentum calcaneofibulare (CFL) einbeziehen.
Das grundlegende Reparaturkonzept lautet:
Chronische Sprunggelenkinstabilität → Arthroskopische Untersuchung → Vorbereitung der Fibula → Platzierung der Fadenanker → Fadenpassage → Kontrollierte Bandspannung → Anatomische Fixation
Fadenanker schaffen Fixationspunkte in der distalen Fibula, über die das verbliebene Band- und Kapselgewebe refixiert werden kann. Ankerdurchmesser, Implantatdesign, Knochenqualität, Bohrrichtung, Fadenkonfiguration, Bandqualität und Reparaturspannung sind wichtige Bestandteile der gesamten Fixationsstrategie.
Die Arthroskopie ermöglicht außerdem die Untersuchung intraartikulärer Begleitpathologien, die gemeinsam mit einer chronischen lateralen Sprunggelenkinstabilität auftreten können.
Die geeignete Operationsstrategie hängt von Anatomie, Bandqualität, Instabilitätsmuster, Begleitpathologien, bisherigen Behandlungen und der Beurteilung durch den Operateur ab.
Orthosyn Medikal bietet Soft All-Suture-, PEEK-, Titan- und knotless Fadenankertechnologien für unterschiedliche arthroskopische Weichteilfixationsstrategien, sofern Implantatdimensionen, Fixationseigenschaften, Operationstechnik und jeweilige Produktindikation für die geplante Anwendung geeignet sind.