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Wie wird die Transplantatfixation bei einer PCL-Rekonstruktion durchgeführt? | Orthosyn

Erfahren Sie, wie die Transplantatfixation bei der Rekonstruktion des hinteren Kreuzbandes funktioniert, welche Rolle femorale und tibiale Knochentunnel spielen und wie kortikale Button-Systeme und Interferenzschrauben das Transplantat während der bi

Die Rekonstruktion des hinteren Kreuzbandes (PCL – Posterior Cruciate Ligament; auf Deutsch HKB) ist ein chirurgisches Verfahren, das bei ausgewählten Patienten mit einer Insuffizienz des hinteren Kreuzbandes eingesetzt werden kann. Dabei wird ein Sehnentransplantat positioniert, um die stabilisierende Funktion des verletzten PCL zu ersetzen.
Eine der entscheidenden Phasen der PCL-Rekonstruktion ist die Transplantatfixation. Nachdem das Transplantat vorbereitet und durch die femoralen und tibialen Knochentunnel beziehungsweise Sockets geführt wurde, muss es zuverlässig fixiert werden, während die biologische Einheilung stattfindet.
Je nach Operationstechnik, Transplantattyp, Tunnelkonfiguration, Knochenqualität und Präferenz des Operateurs können unterschiedliche Fixationsstrategien eingesetzt werden. Dazu gehören kortikale Button-Systeme, Interferenzschrauben oder Kombinationen verschiedener Fixationstechnologien.
Das grundlegende Prinzip lautet:
PCL-Verletzung → Tunnelpräparation → Transplantatpassage → Femorale Fixation → Transplantatspannung → Tibiale Fixation → Biologische Einheilung
Was ist das hintere Kreuzband?
Das hintere Kreuzband (HKB / PCL) ist eines der wichtigsten stabilisierenden Bänder des Kniegelenks.
Gemeinsam mit dem vorderen Kreuzband (VKB / ACL) bildet es einen zentralen Bestandteil des ligamentären Stabilisierungssystems des Knies.
Das PCL trägt insbesondere dazu bei, die posteriore Translation der Tibia gegenüber dem Femur zu kontrollieren. Darüber hinaus spielt es eine Rolle bei der Rotationsstabilität und der gesamten biomechanischen Stabilität des Kniegelenks.
Eine relevante PCL-Verletzung kann daher die normale Biomechanik des Knies verändern.
Was ist eine PCL-Verletzung?
Verletzungen des hinteren Kreuzbandes können durch unterschiedliche Mechanismen entstehen, beispielsweise:
- Direkte Krafteinwirkung auf die Vorderseite der Tibia
- Sportverletzungen
- Hyperflexion
- Hyperextension
- Hochenergetische Traumata
- Multiligamentäre Knieverletzungen
Eine PCL-Verletzung kann isoliert auftreten oder mit Verletzungen anderer Strukturen kombiniert sein.
Begleitverletzungen können unter anderem betreffen:
- ACL / vorderes Kreuzband
- Posterolaterale Ecke
- Mediales Kollateralband
- Menisken
- Gelenkknorpel
- Weitere kapsuloligamentäre Strukturen
Nicht jede PCL-Verletzung erfordert eine operative Rekonstruktion.
Die Behandlung hängt unter anderem vom Schweregrad und Alter der Verletzung, den Symptomen, der funktionellen Instabilität, begleitenden Bandverletzungen, dem Aktivitätsniveau des Patienten und weiteren klinischen Faktoren ab.
Was ist eine PCL-Rekonstruktion?
Bei einer PCL-Rekonstruktion wird ein Transplantat verwendet, um die Funktion des insuffizienten hinteren Kreuzbandes wiederherzustellen.
Je nach gewählter Technik und klinischer Situation können unterschiedliche Transplantate verwendet werden.
Nach der Transplantatpräparation werden Knochentunnel oder Sockets im Femur und in der Tibia angelegt.
Das Transplantat wird anschließend so positioniert, dass es den Verlauf und die Funktion des rekonstruierten Bandes möglichst anatomisch reproduziert.
Das vereinfachte Prinzip lautet:
Femoraler Ansatz → Transplantat → Tibialer Ansatz
Anschließend muss das Transplantat auf beiden Seiten fixiert werden.
Hier kommen Transplantatfixationssysteme zum Einsatz.
Warum ist die Transplantatfixation bei der PCL-Rekonstruktion wichtig?
Unmittelbar nach der Rekonstruktion ist das Transplantat noch nicht biologisch in den umgebenden Knochen integriert.
Die mechanische Fixation trägt daher dazu bei, das Transplantat während der frühen Heilungsphase in der vorgesehenen Position zu halten.
Die Fixation muss mit mehreren anderen Faktoren zusammenspielen:
- Korrekte Tunnelpositionierung
- Geeignete Transplantatpräparation
- Kontrollierte Transplantatpassage
- Angemessene Transplantatspannung
- Geeignete Implantatauswahl
- Rehabilitationsstrategie
Ein Fixationsimplantat allein bestimmt nicht den Erfolg einer PCL-Rekonstruktion.
Die gesamte Rekonstruktion muss als funktionelles System betrachtet werden.
Wie wird ein PCL-Transplantat fixiert?
Das Transplantat muss grundsätzlich sowohl auf der femoralen als auch auf der tibialen Seite fixiert werden.
Auf beiden Seiten können unterschiedliche Fixationsstrategien eingesetzt werden.
Zu den wichtigen Konzepten gehören:
Kortikale Fixation
Ein kortikaler Button kann das Transplantat über die äußere Kortikalis des Knochens sichern.
Interferenzfixation
Eine Interferenzschraube kann das Transplantat fixieren, indem sie es gegen die Wand des Knochentunnels komprimiert.
Kombinierte Fixation
Bei einer Rekonstruktion können auf der femoralen und tibialen Seite unterschiedliche Fixationstechnologien verwendet werden.
Ein mögliches Beispiel ist:
Femoraler kortikaler Button → PCL-Transplantat → Tibiale Interferenzschraube
Dies ist eine mögliche Fixationsstrategie und keine universell erforderliche Konfiguration.
Was ist die femorale Fixation bei der PCL-Rekonstruktion?
Der femorale Ansatz des PCL befindet sich im Bereich des medialen Femurkondylus innerhalb der interkondylären Region.
Während der Rekonstruktion wird entsprechend der gewählten Operationstechnik ein femoraler Tunnel oder Socket angelegt.
Das Transplantat wird in diesen Tunnel eingebracht und anschließend fixiert.
Mögliche femorale Fixationsstrategien umfassen:
- Kortikale Button-Fixation
- Interferenzschrauben-Fixation
- Andere transplantat- oder technikspezifische Fixationsmethoden
Die Auswahl hängt von der Rekonstruktionstechnik und der Transplantatkonfiguration ab.
Was ist ein kortikaler Button?
Ein kortikaler Button ist ein Fixationsimplantat, das an der stabilen Kortikalis des Knochens verankert wird.
Das Transplantat ist mit einem Loop beziehungsweise einer Fixationskonstruktion verbunden, die wiederum mit dem Button zusammenarbeitet.
Nachdem der Button durch den vorbereiteten Tunnel geführt wurde, wird er an der kortikalen Knochenoberfläche positioniert.
Das grundlegende Prinzip lautet:
Transplantat → Loop → Kortikaler Button → Kortikaler Knochen
Der Button ermöglicht eine suspensorische Fixation, anstatt das Transplantat direkt über die gesamte Tunnelwand zu komprimieren.
Was bedeutet suspensorische Fixation?
Bei der suspensorischen Fixation wird das Transplantat über eine Loop-Button-Konstruktion an der Kortikalis gesichert.
Das Transplantat wird dabei innerhalb des Tunnels oder Sockets gewissermaßen aufgehängt.
Dies unterscheidet sich von der Interferenzfixation.
Suspensorische Fixation:
Transplantat → Loop → Button → Kortikalis
Interferenzfixation:
Transplantat + Interferenzschraube → Kompression gegen die Tunnelwand
Beide sind etablierte Fixationskonzepte, beruhen jedoch auf unterschiedlichen mechanischen Prinzipien.
Fixed-Loop vs Adjustable-Loop bei der kortikalen Fixation
Kortikale Button-Systeme können als Fixed-Loop- oder Adjustable-Loop-Systeme ausgeführt sein.
Fixed-Loop-System
Bei einem Fixed-Loop-System besitzt die Schlaufe eine vorgegebene Länge.
Tunnelpräparation und Implantatauswahl müssen daher auf die gewählte Loop-Länge abgestimmt werden.
Mögliche Merkmale:
- Vorgegebene Loop-Länge
- Definierte Suspensionsdistanz des Transplantats
- Klare mechanische Konfiguration
Adjustable-Loop-System
Bei einem Adjustable-Loop-System kann die Länge der Schlaufe während der Positionierung und Spannung des Transplantats angepasst werden.
Mögliche Merkmale:
- Anpassbare Transplantatpositionierung
- Intraoperative Spannungsmöglichkeit
- Anpassung an Socket- und Tunnelkonfigurationen
Die Auswahl hängt von Operationstechnik, Tunnelpräparation, Transplantatdimensionen, Fixationsanforderungen und Präferenz des Operateurs ab.
Was ist die tibiale Fixation bei der PCL-Rekonstruktion?
Der tibiale Ansatz des PCL befindet sich an der posterioren Seite der proximalen Tibia.
Während der Rekonstruktion wird entsprechend der gewählten Operationstechnik ein tibialer Tunnel vorbereitet.
Das Transplantat wird durch diesen Tunnel geführt beziehungsweise darin positioniert und anschließend fixiert.
Ein häufig verwendetes Fixationskonzept ist die Interferenzschraube.
Die Schraube wird neben dem Transplantat innerhalb des Tunnels positioniert und erzeugt eine Kompression zwischen Transplantat und Tunnelwand.
Das Prinzip lautet:
Tibiale Tunnelwand → Transplantat → Interferenzschraube → Kompression
Diese mechanische Fixation trägt dazu bei, die Position des Transplantats während der biologischen Einheilung zu erhalten.
Was ist eine Interferenzschraube?
Eine Interferenzschraube ist ein orthopädisches Fixationsimplantat, das innerhalb eines Knochentunnels neben dem Transplantat positioniert wird.
Beim Einbringen der Schraube entsteht eine Presspassung zwischen Transplantat, Schraube und Tunnelwand.
Die Fixation hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:
- Schraubendurchmesser
- Schraubenlänge
- Tunneldurchmesser
- Knochenqualität
- Transplantatdurchmesser
- Transplantattyp
- Schraubendesign
- Insertionstechnik
Eine geeignete Abstimmung dieser Parameter ist wichtig.
Welche Materialien werden für Interferenzschrauben verwendet?
Interferenzschrauben können aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden.
Zu den gängigen Kategorien gehören:
- Titan
- PEEK
- Bioabsorbierbare oder Biokomposit-Materialien
Jedes Material besitzt unterschiedliche Implantateigenschaften.
Titan-Interferenzschrauben
Titan besitzt eine lange Anwendungsgeschichte in der orthopädischen Fixation.
Mögliche Eigenschaften sind:
- Hohe mechanische Festigkeit
- Biokompatibilität
- Starre Fixation
- Permanente Implantatstruktur
- Etablierte Anwendung in der Orthopädie
Titan-Interferenzschrauben stellen abhängig von der gewählten Rekonstruktionstechnik eine mögliche Option für die Transplantatfixation dar.
PEEK-Interferenzschrauben
PEEK – Polyetheretherketon – ist ein Hochleistungspolymer, das bei orthopädischen Implantaten eingesetzt wird.
Mögliche Eigenschaften sind:
- Mechanische Festigkeit
- Biokompatibilität
- Röntgentransparenz
- Permanente Polymerstruktur
- Beständigkeit gegen Degradation
PEEK-Interferenzschrauben bieten eine nichtmetallische Option mit solidem Implantatkörper für die Transplantatfixation.
Bioabsorbierbare Interferenzschrauben
Bioabsorbierbare Interferenzschrauben werden aus Materialien hergestellt, die nach der Implantation schrittweise abgebaut werden können.
Je nach Produkt können polymerbasierte oder Polymer-Keramik-Kompositmaterialien verwendet werden.
Mögliche Aspekte sind:
- Temporäres Implantatkonzept
- Schrittweiser Materialabbau
- Andere Bildgebungseigenschaften als metallische Implantate
- Materialspezifisches biologisches Verhalten
Die Auswahl des Schraubenmaterials hängt von den Implantatspezifikationen, chirurgischen Anforderungen, regulatorischen Indikationen und der Präferenz des Operateurs ab.
Wie wird das Transplantat bei der PCL-Rekonstruktion eingezogen?
Nachdem die femoralen und tibialen Tunnel vorbereitet wurden, muss das Transplantat in seine vorgesehene Position gebracht werden.
Passing Sutures, Führungsdrähte und spezielle Instrumente zur Transplantatpassage können diesen Prozess unterstützen.
Ein vereinfachter Ablauf lautet:
Tunnelpräparation → Passing Suture/Führungsdraht → Transplantatvorschub → Femorale Positionierung → Tibiale Positionierung
Eine kontrollierte Transplantatpassage ist bei der PCL-Rekonstruktion besonders wichtig, da die Anatomie des tibialen Tunnels zu einer deutlichen Richtungsänderung des Transplantats im posterioren tibialen Bereich führen kann.
Was ist der „Killer Turn“ bei der PCL-Rekonstruktion?
Ein häufig diskutierter technischer Aspekt der transtibialen PCL-Rekonstruktion ist der sogenannte „Killer Turn“.
Wenn das Transplantat den tibialen Tunnel verlässt und seine Richtung zum femoralen Ansatz ändert, kann es sich am posterioren tibialen Tunnelausgang relativ stark abwinkeln.
Diese Richtungsänderung kann Einfluss haben auf:
- Transplantatpassage
- Abrieb des Transplantats
- Transplantatspannung
- Tunnelpositionierung
- Gesamte Rekonstruktionsmechanik
Operationstechnik und Instrumentierung können daher darauf ausgerichtet sein, eine kontrollierte Transplantatpassage zu unterstützen und diesen Übergang zu berücksichtigen.
Warum ist die Tunnelposition wichtig?
Eine ungeeignete Tunnelposition kann nicht allein durch ein Fixationsimplantat kompensiert werden.
Die Positionen der femoralen und tibialen Tunnel beeinflussen die Orientierung und das funktionelle Verhalten des rekonstruierten Transplantats.
Bei der Tunnelplanung sollten berücksichtigt werden:
- Native PCL-Anatomie
- Femoraler Ansatz
- Tibialer Ansatz
- Tunnelwinkel
- Tunnellänge
- Transplantatdurchmesser
- Fixationssystem
- Umgebende anatomische Strukturen
Dies ist bei der PCL-Rekonstruktion besonders wichtig, da der tibiale Ansatz in der Nähe wichtiger posteriorer neurovaskulärer Strukturen liegt.
Warum ist die Präparation des tibialen Tunnels technisch anspruchsvoll?
Die posteriore Lage des tibialen PCL-Ansatzes macht die Tunnelpräparation technisch anspruchsvoll.
Wichtige Aspekte umfassen:
- Positionierung der Zielvorrichtung
- Bohrrichtung
- Position des Tunnelaustritts
- Kontrolliertes Bohren
- Schutz posteriorer Strukturen
- Geeignete Instrumentierung
PCL-spezifische Zielgeräte können eine kontrollierte Tunnelpräparation entsprechend der gewählten Operationstechnik unterstützen.
Wie wird das Transplantat gespannt?
Nach der Transplantatpassage muss das Transplantat vor der endgültigen Fixation gespannt werden.
Ziel ist es, eine geeignete Beziehung zwischen Transplantat und rekonstruierter Bandanatomie herzustellen.
Die Spannung kann beeinflusst werden durch:
- Flexionswinkel des Kniegelenks
- Transplantattyp
- Rekonstruktionstechnik
- Single-Bundle- oder Double-Bundle-Technik
- Fixationssystem
- Begleitende Bandrekonstruktionen
- Präferenz des Operateurs
Eine übermäßige oder unzureichende Spannung kann die Mechanik des rekonstruierten Kniegelenks beeinflussen.
Transplantatspannung und Fixation sollten daher gemeinsam betrachtet werden.
Welche Seite wird zuerst fixiert?
Die Reihenfolge der femoralen und tibialen Fixation kann je nach Operationstechnik variieren.
Der Operateur kann zunächst eine Seite fixieren, anschließend das Transplantat positionieren und spannen und danach die Fixation auf der gegenüberliegenden Seite abschließen.
Es gibt keine universelle Reihenfolge für jede PCL-Rekonstruktion.
Sie hängt unter anderem ab von:
- Operationstechnik
- Transplantattyp
- Fixationssystem
- Tunnelkonfiguration
- Spannungsstrategie
- Single- oder Double-Bundle-Rekonstruktion
Was ist eine Single-Bundle-PCL-Rekonstruktion?
Das native PCL wird häufig anhand funktioneller Bündel beschrieben, insbesondere eines anterolateralen und eines posteromedialen Anteils.
Bei einer Single-Bundle-PCL-Rekonstruktion wird eine Transplantatkonstruktion verwendet, um die primäre stabilisierende Funktion des PCL wiederherzustellen.
Dabei wird grundsätzlich ein Hauptverlauf des Transplantats zwischen Femur und Tibia geschaffen, wobei die genaue Tunnel- und Fixationsstrategie variieren kann.
Was ist eine Double-Bundle-PCL-Rekonstruktion?
Eine Double-Bundle-Rekonstruktion versucht, mehr als eine funktionelle Komponente des nativen PCL zu rekonstruieren.
Dies kann erfordern:
- Zusätzliche Tunnel oder Sockets
- Zusätzliches Transplantatmaterial
- Komplexere Transplantatpassage
- Mehrere Fixationspunkte
- Komplexere Spannungsstrategien
Die Entscheidung zwischen Single- und Double-Bundle-Rekonstruktion hängt von Operationstechnik, Anatomie, Verletzungsmuster, technischen Anforderungen und Präferenz des Operateurs ab.
Kortikaler Button vs Interferenzschraube
Die beiden Systeme beruhen auf unterschiedlichen mechanischen Prinzipien.
Merkmal Kortikaler Button Interferenzschraube
Fixationsprinzip Suspensorische Fixation Apertur-/Interferenzfixation
Hauptschnittstelle Kortikaler Knochen Transplantat und Tunnelwand
Transplantatkompression Nicht primärer Mechanismus Primärer Fixationsmechanismus
Loop-System Häufig vorhanden Nicht erforderlich
Fixed-/Adjustable-Optionen Möglich Nicht in gleicher Weise anwendbar
Implantatposition Kortikale Oberfläche Innerhalb des Knochentunnels
Typische Funktion Femorale oder technikabhängige Fixation Femorale oder tibiale Tunnelfixation


Keines der Systeme ist für jede Rekonstruktion universell vorzuziehen.
Die Fixationsstrategie sollte zum Transplantat, Tunneldesign, zur Knochenqualität, zu den Implantateigenschaften und zur Operationstechnik passen.
Warum ist der Durchmesser der Interferenzschraube wichtig?
Das Verhältnis zwischen Schraubendurchmesser, Transplantatdurchmesser und Tunneldurchmesser beeinflusst die Interferenzfixation.
Eine entsprechend ausgewählte Schraube sollte die erforderliche Fixation ermöglichen, ohne eine unangemessene Transplantatkompression oder Knochenschädigung zu verursachen.
Wichtige Faktoren sind:
- Tunneldurchmesser
- Transplantatdurchmesser
- Schraubendurchmesser
- Schraubenlänge
- Knochendichte
- Transplantateigenschaften
- Implantatmaterial
- Insertionstechnik
Eine größere Schraube bedeutet nicht automatisch eine bessere Fixation.
Die Implantatdimensionen müssen auf die gesamte Rekonstruktion abgestimmt werden.
Beeinflusst die Knochenqualität die Transplantatfixation?
Ja.
Die Knochenqualität kann beeinflussen, wie Fixationsimplantate mit den femoralen und tibialen Knochentunneln interagieren.
Dies ist insbesondere bei der Interferenzfixation relevant, da die mechanische Stabilität unter anderem von der Beziehung zwischen Transplantat, Schraube und umgebendem Knochen abhängt.
Bei der kortikalen Fixation erfolgt die Verankerung an der Kortikalis.
Die Fixationsstrategie sollte daher sowohl die Qualität als auch die Geometrie des verfügbaren Knochens berücksichtigen.
Wann erfolgt die biologische Einheilung des Transplantats?
Die mechanische Fixation sorgt zunächst für Stabilität, langfristig hängt die Rekonstruktion jedoch auch von der biologischen Heilung ab.
Im Laufe der Zeit durchläuft das Transplantat biologische Prozesse innerhalb der Knochentunnel und im intraartikulären Bereich.
Der allgemeine Prozess kann vereinfacht dargestellt werden als:
Initiale mechanische Fixation → Biologische Heilung → Transplantatintegration → Remodeling
Zeitlicher Verlauf und biologische Eigenschaften können von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden, darunter Transplantattyp, individuelle Biologie, Tunnelumgebung, Rehabilitation und Operationstechnik.
Welche Instrumente werden bei der PCL-Rekonstruktion verwendet?
Je nach gewählter Technik können unter anderem folgende Instrumente und Implantate eingesetzt werden:
- Arthroskop
- PCL-Tibialzielgeräte
- Femorale Zielgeräte
- Führungsdrähte
- Passing Pins
- Bohrer und Reamer
- Instrumente zur Transplantatpräparation
- Passing Sutures
- Kortikale Button-Systeme
- Interferenzschrauben
- Schraubendreher
- Instrumente für das Nahtmanagement
- Weitere ACL/PCL-Rekonstruktionsinstrumente
Eine präzise Instrumentierung ist insbesondere für die kontrollierte Tunnelpräparation und Transplantatpassage wichtig.
Was sollte bei der Auswahl eines PCL-Fixationssystems berücksichtigt werden?
Parameter Bedeutung
Transplantattyp Beeinflusst die Fixationsstrategie
Transplantatdurchmesser Beeinflusst Tunnel- und Implantatdimensionen
Tunneldurchmesser Muss zu Transplantat und Fixation passen
Tunnellänge Wichtig für die Transplantatpositionierung
Knochenqualität Beeinflusst die Fixationsanforderungen
Kortikalisdicke Relevant für die kortikale Fixation
Schraubendurchmesser Beeinflusst die Interferenzfixation
Schraubenmaterial Bestimmt die Implantateigenschaften
Loop-Konfiguration Relevant für kortikale Button-Systeme
Transplantatspannung Beeinflusst die Mechanik des rekonstruierten Bandes
Operationstechnik Bestimmt die gesamte Fixationsstrategie


Die Fixation sollte daher als Teil der gesamten Rekonstruktion und nicht als isolierte Implantatentscheidung betrachtet werden.
Orthosyn Lösungen für die ACL/PCL-Transplantatfixation
Orthosyn Medikal bietet arthroskopische Fixations- und Instrumentierungslösungen, die unterschiedliche Strategien der Transplantatfixation bei Kreuzbandrekonstruktionen unterstützen können.
Das Orthosyn Portfolio umfasst:
- Adjustable-Loop Cortical Fixation Systems
- Fixed-Loop Cortical Button Systems
- Titan-Interferenzschrauben
- PEEK-Interferenzschrauben
- Bioabsorbierbare Interferenzschrauben
- ACL/PCL-Rekonstruktions-Zielgeräte und Instrumente
- Passing Pins und Führungsdrähte
Diese Technologien stellen unterschiedliche mechanische Fixationskonzepte zur Verfügung, die entsprechend dem Transplantat, der Tunnelkonfiguration, der Knochenqualität, der Operationstechnik und den jeweils geltenden Produktindikationen ausgewählt werden können.
PCL- vs ACL-Transplantatfixation: Sind sie gleich?
ACL- und PCL-Rekonstruktionen teilen mehrere grundlegende Fixationsprinzipien.
Bei beiden Verfahren können verwendet werden:
- Sehnentransplantate
- Femorale und tibiale Tunnel
- Kortikale Fixationssysteme
- Interferenzschrauben
- Transplantatspannung
- Biologische Transplantatintegration
Es handelt sich jedoch nicht um identische Operationsverfahren.
Die PCL-Rekonstruktion weist besondere anatomische und technische Anforderungen auf, insbesondere aufgrund von:
- Posteriorer tibialer Ansatzanatomie
- Nähe zu posterioren neurovaskulären Strukturen
- Verlauf des tibialen Tunnels
- Killer-Turn-Mechanik bei transtibialen Techniken
- Unterschiedlichen Anforderungen an die Transplantatspannung
- Unterschiedlicher funktioneller Biomechanik
Daher können ähnliche Fixationstechnologien eingesetzt werden, während die gesamte Operationstechnik PCL-spezifisch bleibt.
Fazit
Die Transplantatfixation ist eine grundlegende Phase der PCL-Rekonstruktion, da das rekonstruierte Band mechanische Stabilität benötigt, während sich die biologische Einheilung entwickelt.
Nach der Präparation der femoralen und tibialen Tunnel beziehungsweise Sockets wird das Transplantat in Position gebracht und entsprechend der gewählten Operationstechnik fixiert.
Ein vereinfachter Ablauf lautet:
PCL-Verletzung → Femorale und tibiale Tunnelpräparation → Transplantatpassage → Femorale Fixation → Transplantatspannung → Tibiale Fixation → Biologische Einheilung
Zwei wichtige Fixationskonzepte sind:
Kortikale Button-Fixation → Suspensorische Fixation an der Kortikalis
und
Interferenzschrauben-Fixation → Kompression des Transplantats gegen die Knochentunnelwand
Je nach Rekonstruktionsstrategie können diese Technologien einzeln oder in Kombination eingesetzt werden.
Eine geeignete Transplantatfixation erfordert die Berücksichtigung von Tunnelposition, Transplantatdimensionen, Knochenqualität, Implantatdimensionen, Fixationsmechanismus, Transplantatspannung, Operationstechnik und biologischer Heilung.
Bei der PCL-Rekonstruktion müssen zusätzlich spezifische technische Faktoren wie die posteriore tibiale Anatomie und die Richtungsänderung des Transplantats bei transtibialen Techniken berücksichtigt werden.
Orthosyn Medikal bietet Adjustable-Loop- und Fixed-Loop-Systeme zur kortikalen Fixation, Titan- und PEEK-Interferenzschrauben, bioabsorbierbare Interferenzschrauben sowie ACL/PCL-Rekonstruktionsinstrumente zur Unterstützung unterschiedlicher arthroskopischer Kreuzband-Fixationsstrategien, sofern das gewählte Implantat, die Dimensionen, die Operationstechnik und die jeweiligen Produktindikationen für die geplante Anwendung geeignet sind.

Infos

  • Istanbul, İstanbul, Türkiye
  • ORTHOSYN MEDIKAL