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#Produkttrends
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Diff Quick vs. MGG: Wann sollte man in der Hämatologie und Zytologie die Schnellfärbung anwenden?
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Diff Quick und May-Grünwald-Giemsa (MGG) sind beides Färbemethoden vom Romanowsky-Typ für die Hämatologie und Zytologie: Vergleichen Sie die Färbezeit, die morphologische Qualität und die jeweiligen Anwendungsfälle der beiden Methoden.
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In hämatologischen und zytologischen Labors hat die Wahl der Färbemethode direkten Einfluss auf die Durchlaufzeit. Die beiden gängigsten Verfahren zur morphologischen Beurteilung von Blutausstrichen und zytologischen Präparaten sind die May-Grünwald-Giemsa-Färbung (MGG), die als Referenzmethode gilt, und Schnellfärbungen nach Romanowsky (Diff Quick), die darauf ausgelegt sind, innerhalb weniger Minuten ein Ergebnis zu liefern.
Die May-Grünwald-Giemsa-Technik besteht aus zwei aufeinanderfolgenden Schritten: einer ersten Färbung mit May-Grünwald (Methylenblau-Eosinat in Methanol), gefolgt von Giemsa (einer Mischung aus Azur II, Eosin und Methylenblau). Der gesamte Vorgang dauert in der Regel 20–30 Minuten, einschließlich Färbung, Waschen und Differenzierung. Das Ergebnis liefert eine hervorragende Darstellung des Kernchromatins und der zytoplasmatischen Granula, insbesondere der basophilen Granula, was diese Methode zur bevorzugten Wahl bei der Befundung komplexer Fälle macht (Leukämieverdacht, Parasitennachweis, atypische Morphologie).
Die Diff-Quick-Methode (oder Diff-Quik®) ist eine schnelle, panoptische Färbung nach Romanowsky, die das Azur-Eosin-Prinzip der MGG-Färbung nachbildet, jedoch mit gebrauchsfertigen Reagenzien und deutlich kürzeren Einweichzeiten auskommt.
Das Kit besteht aus 3 Lösungen:
Fixiermittel (wasserfreies Methanol): fixiert die Zellen auf dem Objektträger
Blaue Lösung (Azur A/B in Phosphatpuffer, pH 6,6): färbt Zellkerne und basophile Granula
Rote Lösung (Eosin Y in Phosphatpuffer, pH 6,6): färbt das Zytoplasma und die eosinophilen Granula
Das typische Verfahren umfasst das Eintauchen des Objektträgers für 30–60 Sekunden in das Fixiermittel, anschließend jeweils für 45–60 Sekunden in die blaue und die rote Lösung, gefolgt von einer kurzen Spülung mit destilliertem Wasser. Das Ergebnis ist nach insgesamt 2–3 Minuten für die mikroskopische Untersuchung bereit, im Vergleich zu 20–30 Minuten bei der klassischen MGG-Färbung.
Wann sollte man sich für Diff-Quik entscheiden?
Schnellfärbemethoden nach Romanowsky wie Diff-Quik sind in der hämatologischen Praxis weit verbreitet und gelten als geeignet für die routinemäßige morphologische Beurteilung von peripheren Blutausstrichen.
Diff-Quik eignet sich besonders für:
Notaufnahmen: schnelle Leukozyten-Differenzierung, wenn die Durchlaufzeit von MGG nicht mit der klinischen Dringlichkeit vereinbar ist
Feinnadelaspirationszytologie (FNAB): sofortige Beurteilung der Probenqualität vor Ort
Kliniken und Einrichtungen ohne zentrales Labor: morphologische Ergebnisse innerhalb klinisch nutzbarer Zeiträume
Mikrobiologie: schnelle Visualisierung von Bakterien (blau-violett) in Direktausstrichen
Für die Befundung komplexer Fälle (Leukämieverdacht, Parasitologie, atypische Morphologie, die einer weiteren Abklärung bedarf) ist die klassische MGG-Färbung nach wie vor vorzuziehen, da sie eine bessere Darstellung basophiler Granula und des Chromatins bietet.