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Wie werden Nahtanker bei der TFCC-Reparatur eingesetzt? | Orthosyn
Erfahren Sie, wie Nahtanker bei der arthroskopischen Reparatur des triangularen fibrocartilaginären Komplexes eingesetzt werden können, um ausgewählte periphere TFCC-Risse wieder an ihrer ulnaren Ansatzstelle zu befestigen, eine stabile Weichteilfixa
Der trianguläre fibrocartilaginäre Komplex (TFCC) ist eine wichtige stabilisierende Struktur auf der ulnaren Seite des Handgelenks. Er trägt zur Stabilität des distalen Radioulnargelenks (DRUG/DRUJ) bei und unterstützt die Übertragung und Verteilung von Kräften zwischen Hand, Handgelenk, Radius und Ulna.
TFCC-Verletzungen können durch Trauma, wiederholte Belastungen, Rotationskräfte oder degenerative Veränderungen entstehen. Abhängig von Lokalisation und Eigenschaften des Risses kann die Behandlung von konservativen Maßnahmen über arthroskopisches Débridement bis hin zur operativen Reparatur reichen.
Bei ausgewählten reparablen peripheren TFCC-Rissen können Nahtanker eingesetzt werden, um das verletzte Gewebe wieder an seiner anatomischen Ansatzstelle zu fixieren.
Das grundlegende Prinzip lässt sich folgendermaßen darstellen:
TFCC-Riss → Arthroskopische Beurteilung → Vorbereitung der ulnaren Ansatzstelle → Platzierung des Nahtankers → Nahtpassage durch den TFCC → Geweberefixation → Stabilisierung
Der Anker ersetzt den TFCC nicht. Er schafft vielmehr einen Fixationspunkt im Knochen, über den Nähte das reparable Weichteilgewebe sichern können, während die biologische Heilung fortschreitet.
Was ist der TFCC?
Der trianguläre fibrocartilaginäre Komplex besteht aus einer Gruppe miteinander verbundener Weichteilstrukturen auf der ulnaren Seite des Handgelenks.
Zu den häufig beschriebenen Bestandteilen gehören:
- Triangulärer Faserknorpeldiskus
- Dorsales radioulnares Ligament
- Volares radioulnares Ligament
- Ulnolunäres Ligament
- Ulnotriquetrales Ligament
- Meniskushomolog
- Ulnarseitige Kapselstrukturen
Der TFCC fungiert sowohl als lastübertragende als auch als stabilisierende Struktur.
Eine besonders wichtige Funktion besteht in der Stabilisierung des distalen Radioulnargelenks während der Unterarmrotation.
Was ist das distale Radioulnargelenk?
Das distale Radioulnargelenk befindet sich zwischen dem distalen Radius und der Ulna in der Nähe des Handgelenks.
Es ermöglicht die Rotation des Radius um die Ulna bei:
- Pronation
- Supination
Diese Bewegungen sind beispielsweise beim Drehen eines Schlüssels, Verwenden eines Schraubendrehers, Betätigen eines Türgriffs oder Drehen der Handfläche nach oben und unten erforderlich.
Der TFCC und insbesondere seine radioulnaren Bandanteile tragen während dieser Rotationsbewegungen zur Stabilität des DRUG bei.
Eine relevante TFCC-Verletzung kann daher mit folgendem Mechanismus verbunden sein:
TFCC-Schädigung → Verminderte Weichteilstabilisierung → DRUG-Instabilität → Schmerzen und funktionelle Einschränkungen
Nicht jeder TFCC-Riss verursacht jedoch eine klinisch relevante Instabilität des distalen Radioulnargelenks.
Was verursacht einen TFCC-Riss?
TFCC-Verletzungen können traumatisch oder degenerativ entstehen.
Traumatische TFCC-Risse
Mögliche Verletzungsmechanismen sind:
- Sturz auf die ausgestreckte Hand
- Kraftvolle Rotation des Handgelenks
- Sportverletzungen
- Axiale Belastung des Handgelenks
- Plötzliche Drehbewegungen
- Hochenergetische Traumata
Degenerative TFCC-Risse
Degenerative Veränderungen können sich allmählich entwickeln und unter anderem mit wiederholter Belastung, Alterungsprozessen, ulnarseitiger Handgelenksmechanik und weiteren anatomischen oder mechanischen Faktoren zusammenhängen.
Mechanismus und Lokalisation der Läsion beeinflussen, ob eine Reparatur sinnvoll ist.
Welche Symptome kann eine TFCC-Verletzung verursachen?
Mögliche Symptome sind:
- Ulnarseitige Handgelenkschmerzen
- Schmerzen bei der Unterarmrotation
- Schmerzen beim Greifen
- Klicken oder Schnappen
- Verminderte Griffkraft
- Druckempfindlichkeit auf der ulnaren Seite des Handgelenks
- Instabilitätsgefühl
- Schmerzen bei Belastung über das Handgelenk
Diese Befunde sind nicht spezifisch für TFCC-Risse.
Auch andere Ursachen ulnarseitiger Handgelenkschmerzen können ähnliche Beschwerden hervorrufen. Daher sind eine klinische Untersuchung und eine geeignete Bildgebung wichtig.
Wie werden TFCC-Risse beurteilt?
Die Untersuchung kann umfassen:
- Anamnese
- Klinische Untersuchung
- Beurteilung der DRUG-Stabilität
- Röntgenaufnahmen des Handgelenks
- MRT
- MR-Arthrographie in ausgewählten Fällen
- Diagnostische Handgelenksarthroskopie
Die Arthroskopie ermöglicht eine direkte Darstellung des TFCC und der umgebenden intraartikulären Strukturen.
Dabei können unter anderem beurteilt werden:
- Lokalisation des Risses
- Gewebequalität
- Stabilität
- Reparierbarkeit
- Begleitende Knorpelläsionen
- Weitere intraartikuläre Veränderungen
Muss jeder TFCC-Riss operiert werden?
Nein.
Viele TFCC-Verletzungen können abhängig von Läsion und klinischer Situation zunächst konservativ behandelt werden.
Zu den konservativen Maßnahmen können gehören:
- Aktivitätsanpassung
- Immobilisation oder Orthesenversorgung
- Rehabilitation
- Medikamentöse Behandlung, sofern klinisch angemessen
Eine operative Behandlung kann in Betracht gezogen werden, wenn Beschwerden fortbestehen, eine klinisch relevante Instabilität besteht oder die Eigenschaften des Risses eine operative Versorgung rechtfertigen.
Wichtig ist: Nicht jeder TFCC-Riss sollte mit einem Nahtanker repariert werden.
Die Behandlung hängt wesentlich von Risslokalisation, Gewebequalität, Vaskularisierung, DRUG-Stabilität, Begleitpathologien, Patientenmerkmalen und chirurgischer Beurteilung ab.
Warum ist die Lokalisation eines TFCC-Risses wichtig?
Die verschiedenen Regionen des TFCC weisen unterschiedliche biologische und mechanische Eigenschaften auf.
Periphere Bereiche besitzen im Allgemeinen eine bessere Gefäßversorgung als der zentrale Anteil.
Diese Unterscheidung ist wichtig, da das Heilungspotenzial zu den Faktoren gehört, die bei der Entscheidung über eine Reparatur berücksichtigt werden.
Vereinfacht:
Peripherer reparabler Riss → Potenzial für Geweberefixation
während
Zentraler, schlecht vaskularisierter Riss → Reparatur möglicherweise nicht die bevorzugte Strategie
Dies ist eine vereinfachte Darstellung. Die tatsächliche Behandlung richtet sich nach dem vollständigen Verletzungsmuster.
Was ist eine arthroskopische TFCC-Reparatur?
Die arthroskopische TFCC-Reparatur ist ein minimalinvasives Operationsverfahren, bei dem ein kleines Arthroskop und spezielle Instrumente in das Handgelenk eingebracht werden.
Der Operateur kann den TFCC direkt beurteilen und die Eigenschaften der Läsion bestimmen.
Wenn eine Reparatur geeignet ist, kann der Eingriff folgende Schritte umfassen:
Arthroskopische Beurteilung → Identifikation des Risses → Gewebevorbereitung → Fixation → Stabilitätskontrolle
Es existieren unterschiedliche Reparaturtechniken, darunter:
- Inside-out-Reparatur
- Outside-in-Reparatur
- All-inside-Reparatur
- Nahtanker-Reparatur
- Foveale Reparaturtechniken
- Kapsuläre Reparaturtechniken
Die geeignete Methode hängt von Lokalisation und Muster der TFCC-Verletzung ab.
Warum werden Nahtanker bei der TFCC-Reparatur eingesetzt?
Ein Nahtanker schafft einen Fixationspunkt zwischen Knochen und Nahtmaterial.
Der Anker wird in den Knochen eingebracht, während die daran befestigte Naht durch das reparable TFCC-Gewebe geführt wird.
Anschließend wird das Gewebe mithilfe der Nähte an seine vorgesehene Ansatzstelle gebracht.
Das grundlegende Prinzip lautet:
Knochen → Nahtanker → Naht → TFCC-Gewebe
Dadurch wird der Knochen zu einem stabilen Fixationspunkt für die Weichteilrefixation.
Wo kann ein Nahtanker bei einer TFCC-Reparatur platziert werden?
Die Position des Ankers hängt vom Rissmuster und der verwendeten Reparaturtechnik ab.
Bei ausgewählten ulnarseitigen oder fovealen TFCC-Verletzungen kann die Fixation die distale Ulna einbeziehen.
Vereinfacht:
Ulnare Ansatzstelle → Ankerplatzierung → Erfassung des TFCC → Geweberefixation
Eine präzise Positionierung ist wichtig, da sich auf der ulnaren Seite des Handgelenks zahlreiche anatomische Strukturen auf engem Raum befinden.
Ankertrajektorie, Implantatdurchmesser, Knochenangebot, Gewebelokalisation und umgebende Anatomie müssen daher sorgfältig berücksichtigt werden.
Was ist ein fovealer TFCC-Riss?
Der TFCC besitzt wichtige tiefe Ansatzfasern im Bereich der ulnaren Fovea.
Diese tiefen Fasern tragen wesentlich zur Stabilität des distalen Radioulnargelenks bei.
Bei einer Ablösung des fovealen Ansatzes kann der TFCC einen Teil seiner stabilisierenden Verbindung zur Ulna verlieren.
In ausgewählten Fällen kann sich die Reparatur daher auf die Wiederherstellung dieses Ansatzes konzentrieren.
Das Prinzip lautet:
Foveale Ablösung → Vorbereitung der ulnaren Fixationsstelle → Nahtfixation → Refixation des TFCC
Nahtanker stellen eine mögliche Fixationsstrategie für diese Art der Reparatur dar.
Warum ist die foveale Reparatur für die DRUG-Stabilität wichtig?
Die tiefen radioulnaren Bandanteile im Bereich des fovealen Ansatzes sind wichtige Stabilisatoren des distalen Radioulnargelenks.
Sind diese Fasern abgelöst, kann abhängig von Ausmaß und Muster der Verletzung eine Instabilität entstehen.
Eine foveale Reparatur versucht, die für diese Stabilisierungsfunktion relevante Weichteilverbindung wiederherzustellen.
Das Ziel besteht daher nicht lediglich darin, einen sichtbaren Riss zu verschließen.
Vielmehr soll bei entsprechender klinischer Indikation die relevante anatomische Ansatzstelle wiederhergestellt werden.
Wie wird ein Nahtanker eingebracht?
Die genaue Technik hängt vom Implantatsystem und vom chirurgischen Vorgehen ab.
Im Allgemeinen kann eine ankerbasierte Fixation folgende Schritte umfassen:
Knochenvorbereitung → Ankerinsertion → Nahtpassage → Gewebereposition → Nahtfixation
Zunächst wird die vorgesehene Fixationsstelle identifiziert.
Abhängig vom Ankerdesign kann die Anlage eines Pilotlochs oder eine andere Knochenvorbereitung erforderlich sein.
Anschließend wird der Anker mit kontrollierter Trajektorie eingebracht.
Die am Anker befestigten Nähte werden durch das ausgewählte TFCC-Gewebe geführt und entsprechend der jeweiligen Reparaturtechnik fixiert.
Warum ist der Ankerdurchmesser bei der TFCC-Reparatur wichtig?
Die distale Ulna und die anatomischen Strukturen des Handgelenks bieten im Vergleich zu größeren Gelenken wie der Schulter einen relativ kleinen Arbeitsbereich.
Der Ankerdurchmesser kann daher ein wichtiger Faktor sein.
Kleinere Ankersysteme können kleinere Bohrkanäle oder Knochenaufbereitungen ermöglichen.
Vereinfacht:
Kleinerer Ankerdurchmesser → Kleinere Knochenaufbereitung → Potenziell bessere Knochenerhaltung
Ein kleinerer Anker ist jedoch nicht automatisch besser.
Bei der Ankerwahl müssen auch folgende Faktoren berücksichtigt werden:
- Erforderliche Fixation
- Knochenqualität
- Gewebeeigenschaften
- Implantatdesign
- Operationstechnik
- Verfügbares Knochenangebot
- Ankertrajektorie
Das Ziel besteht darin, die erforderliche Fixation mit einer möglichst angemessenen Knochenerhaltung zu verbinden.
Warum können Soft Anchors bzw. All-Suture Anchors relevant sein?
Soft Anchors beziehungsweise All-Suture Anchors verwenden überwiegend ein nahtbasiertes Verankerungselement anstelle eines konventionellen starren Ankerkörpers.
Da solche Systeme in kleinen Durchmessern verfügbar sein können, können sie relevant sein, wenn Knochenerhaltung und ein kleiner Fixationsbereich wichtige technische Faktoren darstellen.
Mögliche technische Eigenschaften sind:
- Kleine Knochenaufbereitung
- Geringeres Volumen eines starren Implantats
- Möglichkeit zur Weichteilfixation
- Verfügbarkeit kleiner Durchmesser
In einer kleinen anatomischen Region wie dem Handgelenk können diese Eigenschaften relevant sein, sofern sie mit den erforderlichen Fixationsanforderungen und der Operationstechnik vereinbar sind.
Die Auswahl eines All-Suture Anchors hängt jedoch vom spezifischen Eingriff, der Knochenqualität, den Fixationsanforderungen, den Implantatdimensionen, den geltenden Indikationen und der Präferenz des Operateurs ab.
Können PEEK-Nahtanker zur Weichteilfixation eingesetzt werden?
PEEK ist ein Hochleistungspolymer, das bei verschiedenen orthopädischen Implantaten eingesetzt wird.
PEEK-Nahtanker besitzen einen starren Implantatkörper und können zur Knochen-Weichteil-Fixation eingesetzt werden, wenn ihre Abmessungen und ihr Design für das jeweilige Verfahren geeignet sind.
Zu den Eigenschaften von PEEK gehören:
- Biokompatibilität
- Röntgentransparenz
- Mechanische Stabilität
- Beständigkeit gegen Abbau
- Permanenter Polymerwerkstoff
Ob ein PEEK-Anker für eine bestimmte TFCC-Technik geeignet ist, hängt von den Implantatdimensionen, dem verfügbaren Knochen, dem chirurgischen Zugang und den geltenden Produktindikationen ab.
Können Titan-Nahtanker verwendet werden?
Titan-Nahtanker stellen eine weitere etablierte Kategorie von Implantaten für die Knochen-Weichteil-Fixation dar.
Mögliche Eigenschaften sind:
- Metallische Konstruktion
- Mechanische Festigkeit
- Biokompatibilität
- Permanente Fixation
- Etablierte Anwendung bei orthopädischen Weichteilfixationen
Wie bei PEEK- und Soft Anchors hängt die Auswahl eines Titanankers von Anatomie, Ankerdimensionen, Knochenangebot, Operationstechnik und den geltenden Indikationen ab.
Es gibt kein einzelnes Ankermaterial, das für jede TFCC-Reparatur grundsätzlich vorzuziehen ist.
Soft vs PEEK vs Titan-Nahtanker
Ankertyp Allgemeine Eigenschaft Möglicher technischer Aspekt
Soft / All-Suture Überwiegend nahtbasierter Ankerkörper Kleine Knochenaufbereitung und Knochenerhaltung
PEEK Starrer Polymeranker Röntgentransparentes permanentes Implantat
Titan Metallischer Anker Starre permanente metallische Fixation
Das Material allein bestimmt nicht, ob ein Anker geeignet ist.
Auch Durchmesser, Geometrie, Fixationsmechanismus, Nahtkonfiguration, Knochenqualität, anatomische Lokalisation und Operationstechnik müssen berücksichtigt werden.
Wie werden die Nähte durch den TFCC geführt?
Nach der Ankerplatzierung muss die am Anker befestigte Naht ausreichend reparables TFCC-Gewebe erfassen.
Abhängig von der Technik können spezielle Instrumente verwendet werden, um die Naht durch das Gewebe zu führen.
Dazu gehören:
- Suture Passer
- Kleine arthroskopische Fasszangen
- Nadeln
- Kanülen
- Instrumente zur Nahtbergung
Ziel ist eine sichere Gewebefassung unter Berücksichtigung der umgebenden Anatomie.
Warum ist die Nahtplatzierung wichtig?
Die Ankerfixation ist nur ein Bestandteil der gesamten Reparatur.
Die Naht muss das geeignete Gewebe ausreichend erfassen.
Eine unzureichende Gewebefassung kann die Reparatur beeinträchtigen, selbst wenn der Anker sicher im Knochen fixiert ist.
Das gesamte Fixationskonstrukt kann daher folgendermaßen betrachtet werden:
Knochenfixation + Ankerstabilität + Nahtintegrität + Gewebefassung + Angemessene Spannung
Alle Komponenten tragen zur Gesamtstabilität der Reparatur bei.
Wie viel Spannung sollte angewendet werden?
Das Ziel der Reparatur besteht grundsätzlich darin, das Gewebe in Richtung seiner anatomischen Ansatzstelle zurückzuführen, ohne eine unangemessene Überspannung zu erzeugen.
Die erforderliche Spannung hängt unter anderem ab von:
- Rissmuster
- Gewebequalität
- Reparaturlokalisation
- Nahtkonfiguration
- Ankerposition
- DRUG-Stabilität
- Operationstechnik
Eine übermäßige Spannung kann die Gewebemechanik verändern, während eine unzureichende Spannung möglicherweise nicht die gewünschte Refixation ermöglicht.
Die Fixation muss daher als Bestandteil des gesamten Reparaturkonstrukts beurteilt werden.
Geknotete vs knotenlose Fixation bei der TFCC-Reparatur
Nahtankersysteme können geknotete oder knotenlose Fixationskonzepte verwenden.
Geknotete Fixation
Der Operateur führt die Naht durch das Gewebe und verwendet arthroskopische oder chirurgische Knoten zur Sicherung der Reparatur.
Knotenlose Fixation
Ein knotenloses System fixiert die Naht, ohne dass ein konventioneller abschließender Knoten erforderlich ist.
Zu den möglichen Auswahlfaktoren gehören:
- Chirurgischer Zugang
- Nahtmanagement
- Implantatdimensionen
- Fixationsmechanismus
- Gewebespannung
- Präferenz des Operateurs
Keines der beiden Konzepte ist für jede TFCC-Reparatur grundsätzlich überlegen.
Die Technik muss entsprechend der jeweiligen Anatomie und Reparaturstrategie gewählt werden.
Wie viele Nahtanker werden benötigt?
Es gibt keine universell festgelegte Anzahl.
Die Zahl der benötigten Anker hängt unter anderem ab von:
- Rissgröße
- Risslokalisation
- Reparaturkonfiguration
- Gewebequalität
- Erforderlicher Fixation
- Ankerdesign
- Verfügbarem Knochenangebot
- Operationstechnik
Bei manchen Reparaturen kann ein einzelner Fixationspunkt ausreichen, während andere Konfigurationen zusätzliche Fixationspunkte erfordern können.
Das Ziel ist eine angemessene anatomische Reparatur und nicht eine möglichst hohe Anzahl an Implantaten.
Warum ist die Knochenerhaltung bei Handgelenksoperationen wichtig?
Das Handgelenk besteht aus relativ kleinen Knochen und anatomisch kompakten Regionen.
Der Erhalt des Knochenangebots kann daher besonders relevant sein.
Das Ausmaß der Knochenaufbereitung hängt ab von:
- Ankerdurchmesser
- Bohrdurchmesser
- Implantatdesign
- Anzahl der Anker
- Abstand zwischen den Fixationspunkten
- Knochenqualität
Dies ist einer der Gründe, warum klein dimensionierte Ankertechnologien bei ausgewählten Eingriffen am Handgelenk von Bedeutung sein können.
Welche Strukturen müssen bei einer TFCC-Reparatur berücksichtigt werden?
Auf der ulnaren Seite des Handgelenks befinden sich wichtige Strukturen, die bei Planung und Durchführung der Operation berücksichtigt werden müssen.
Dazu gehören:
- Distale Ulna
- Distales Radioulnargelenk
- Region der Extensor-carpi-ulnaris-Sehne
- Ulnarseitige neurovaskuläre Strukturen
- Gelenkknorpel
- Umgebende Kapsel- und Bandstrukturen
Eine präzise Portalplatzierung, Bohrtrajektorie, Nahtpassage und Implantatpositionierung sind daher wichtig.
Ist die TFCC-Reparatur dasselbe wie ein TFCC-Débridement?
Nein.
Diese Verfahren behandeln unterschiedliche Formen der Pathologie.
TFCC-Débridement
Beim Débridement wird instabiles oder geschädigtes Gewebe entfernt, das nicht anatomisch refixiert werden soll.
Dies kann bei ausgewählten Läsionen, einschließlich bestimmter zentraler Risse, in Betracht gezogen werden.
TFCC-Reparatur
Bei der Reparatur wird versucht, reparables TFCC-Gewebe zu erhalten und wieder zu befestigen.
Vereinfacht:
Débridement → Entfernung von instabilem geschädigtem Gewebe
Reparatur → Erhaltung + Refixation von reparablem Gewebe
Die Entscheidung hängt von Risslokalisation, Gewebequalität, Vaskularisierung, Stabilität, Begleitpathologien und klinischer Beurteilung ab.
Welche Instrumente können bei einer arthroskopischen TFCC-Reparatur verwendet werden?
Bei einer TFCC-Reparatur können unter anderem folgende Instrumente eingesetzt werden:
- Handgelenksarthroskop
- Arthroskopische Instrumente mit kleinem Durchmesser
- Sonde
- Fasszangen
- Suture Passer
- Nadeln
- Kanülen
- Bohrer oder Instrumente zur Knochenvorbereitung
- Nahtanker
- Instrumente für das Nahtmanagement
Die Dimensionen der Instrumente sind besonders wichtig, da die Handgelenksarthroskopie in einem sehr kleinen Gelenkraum durchgeführt wird.
Welche Faktoren beeinflussen die Auswahl eines Nahtankers?
Parameter Warum ist er wichtig?
Ankerdurchmesser Beeinflusst Knochenaufbereitung und Fixationsfläche
Ankermaterial Bestimmt die Implantateigenschaften
Knochenqualität Beeinflusst die Interaktion zwischen Anker und Knochen
Risslokalisation Bestimmt die Fixationsstrategie
Gewebequalität Beeinflusst die Nahtverankerung im Gewebe
Nahtkonfiguration Beeinflusst Gewebefassung und Reparaturkonstrukt
Ankertrajektorie Beeinflusst Positionierung und umliegende Strukturen
Verfügbares Knochenangebot Besonders wichtig in kleinen anatomischen Regionen
Geknotetes vs knotenloses Design Beeinflusst die Fixationstechnik
Chirurgisches Vorgehen Bestimmt Zugang und Implantatanforderungen
Die Auswahl des Ankers sollte daher auf der gesamten Reparaturstrategie und nicht auf einem einzelnen Implantatmerkmal basieren.
Orthosyn Nahtanker-Lösungen für die arthroskopische Weichteilfixation
Orthosyn Medikal bietet verschiedene Nahtanker-Technologien für die arthroskopische Knochen-Weichteil-Fixation an.
Orthosyn Soft / All-Suture Anchors
Soft-Anchor-Systeme mit kleinen Durchmessern können relevant sein, wenn eine möglichst geringe Knochenaufbereitung ein wichtiger technischer Faktor ist.
Orthosyn Soft Anchors
Orthosyn PEEK Suture Anchors
PEEK-Ankersysteme bieten Optionen für die Knochen-Weichteil-Fixation mit einem starren Polymerkörper.
Orthosyn PEEK Suture Anchors
Orthosyn Titanium Suture Anchors
Titanankersysteme bieten metallische Fixationsoptionen für arthroskopische Weichteilreparaturen.
Orthosyn Titanium Suture Anchors
Orthosyn Knotless Anchor Systems
Knotenlose Ankertechnologien bieten ein alternatives Fixationskonzept, wenn eine knotenlose Gewebefixation mit dem ausgewählten Eingriff und der Operationstechnik vereinbar ist.
Orthosyn PEEK + PEEK Knotless Anchor System
Orthosyn PEEK + Titanium Knotless Anchor
Die Eignung eines bestimmten Orthosyn-Ankers für eine TFCC-Reparatur hängt von Implantatdimensionen, Fixationsanforderungen, Operationstechnik, geltenden Produktindikationen und der klinischen Beurteilung ab.
Fazit
Nahtanker können bei ausgewählten TFCC-Reparaturen eingesetzt werden, um einen knöchernen Fixationspunkt für die Refixation von reparablem Weichteilgewebe zu schaffen.
Das grundlegende Prinzip lautet:
TFCC-Riss → Arthroskopische Beurteilung → Identifikation reparablen Gewebes → Vorbereitung der ulnaren Fixationsstelle → Platzierung des Nahtankers → Nahtpassage → TFCC-Refixation → Stabilitätskontrolle
Bei ausgewählten peripheren oder fovealen Verletzungen kann eine ankerbasierte Fixation ermöglichen, TFCC-Gewebe wieder in Richtung seiner ulnaren Ansatzstelle zu sichern. Dies kann insbesondere dann relevant sein, wenn die Wiederherstellung der stabilisierenden Weichteilverbindung Teil des chirurgischen Ziels ist.
Der Erfolg einer Reparatur hängt jedoch von wesentlich mehr als dem Anker selbst ab. Wichtige Faktoren sind Risslokalisation, Gewebequalität, DRUG-Stabilität, Vaskularisierung, Knochenqualität, Ankerdurchmesser, Fixationsmechanismus, Nahtplatzierung, Spannung, chirurgische Trajektorie und Rehabilitation.
Soft All-Suture, PEEK-, Titan- und knotenlose Ankertechnologien bieten unterschiedliche Fixationskonzepte. Kein einzelner Ankertyp ist für jede TFCC-Verletzung universell geeignet.
Orthosyn Medikal bietet Soft All-Suture-, PEEK-, Titan- und knotenlose Nahtanker-Technologien für die arthroskopische Knochen-Weichteil-Fixation mit unterschiedlichen Implantatkonzepten und Dimensionen für Verfahren, bei denen der ausgewählte Anker, die Operationstechnik, die anatomischen Anforderungen und die geltenden Indikationen geeignet sind.