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Was ist eine Syndesmosenfixation und wie funktioniert ein Suture-Button-System? | Orthosyn
Erfahren Sie, was eine Verletzung der distalen Tibiofibularsyndesmose ist, wann eine operative Stabilisierung erforderlich sein kann und wie Suture-Button-Systeme eine dynamische Fixation zwischen Tibia und Fibula ermöglichen.
Die distale Tibiofibularsyndesmose ist eine wichtige Stabilisierungsstruktur des Sprunggelenks. Sie verbindet die distale Tibia mit der Fibula und trägt dazu bei, die normale Stellung der Sprunggelenksgabel bei Gehen, Laufen und Rotationsbewegungen aufrechtzuerhalten.
Bei einer Verletzung der Syndesmosenbänder können Tibia und Fibula relativ zueinander übermäßig beweglich werden. Dadurch kann die Stabilität des Sprunggelenks beeinträchtigt und die Gelenkmechanik verändert werden.
Stabile Syndesmosenverletzungen können teilweise konservativ behandelt werden. Instabile Verletzungen, bestimmte Sprunggelenksfrakturen oder eine deutliche Störung der distalen tibiofibularen Beziehung können jedoch eine operative Stabilisierung erforderlich machen.
Eine moderne Fixationsmethode ist das Suture-Button-System.
Ein Suture-Button-Konstrukt besteht typischerweise aus zwei kortikalen Buttons, die über hochfestes Nahtmaterial miteinander verbunden sind. Das System stabilisiert Tibia und Fibula und kann im Vergleich zu einer vollständig rigiden Fixation eine begrenzte physiologische Mikrobewegung ermöglichen.
Orthosyn Medikal bietet ein Syndesmosis Fixation System innerhalb seines Ligament-Fixationsportfolios für ausgewählte Verfahren zur Stabilisierung der distalen Tibiofibularsyndesmose.
Was ist die Sprunggelenksyndesmose?
Die Syndesmose des Sprunggelenks ist die fibröse Verbindung zwischen distaler Tibia und Fibula unmittelbar oberhalb des oberen Sprunggelenks.
Zu den wichtigsten stabilisierenden Strukturen gehören:
Vorderes inferiores tibiofibulares Ligament
Hinteres inferiores tibiofibulares Ligament
Interossäres Ligament
Distale Membrana interossea
Gemeinsam tragen diese Strukturen dazu bei, den richtigen Abstand und die Rotationsbeziehung zwischen Tibia und Fibula zu erhalten.
Diese Beziehung ist wichtig, damit der Talus korrekt innerhalb der Sprunggelenksgabel positioniert bleibt.
Was ist eine Syndesmosenverletzung?
Eine Syndesmosenverletzung entsteht, wenn eines oder mehrere der Bänder zwischen distaler Tibia und Fibula gedehnt oder gerissen werden.
Diese Verletzungen werden häufig als High Ankle Sprain bezeichnet.
Sie können unter anderem auftreten bei:
Außenrotation des Fußes
Erzwungener Dorsalflexion des Sprunggelenks
Kontaktsportarten
Skiverletzungen
Fußballverletzungen
Stürzen
Sprunggelenksfrakturen
Im Gegensatz zur typischen lateralen Sprunggelenksdistorsion betrifft eine Syndesmosenverletzung die Strukturen zwischen Tibia und Fibula.
Warum ist die Stabilität der Syndesmose wichtig?
Tibia und Fibula bilden gemeinsam die Sprunggelenksgabel um den Talus.
Wird die Syndesmose instabil, kann sich die Beziehung zwischen diesen Knochen verändern.
Selbst relativ kleine Veränderungen der distalen tibiofibularen Stellung können Einfluss haben auf:
Position des Talus
Kontaktmechanik des Sprunggelenks
Gelenkstabilität
Lastverteilung
Rotationskontrolle
Deshalb ist die Wiederherstellung einer geeigneten Syndesmosenstellung ein zentrales Ziel, wenn eine operative Fixation erforderlich ist.
Müssen alle Syndesmosenverletzungen operiert werden?
Nein.
Die Behandlung hängt vom Schweregrad und der Stabilität der Verletzung ab.
Wichtige Faktoren sind:
Ausmaß der Bandverletzung
Vorliegen einer tibiofibularen Diastase
Begleitende Sprunggelenksfraktur
Instabilität bei Stresstests
Aktivitätsniveau des Patienten
Akute oder chronische Verletzung
Knochenqualität
Beurteilung des Chirurgen
Stabile Verletzungen können häufig konservativ behandelt werden.
Eine operative Fixation kann erwogen werden, wenn eine deutliche Instabilität oder ein Verlust der normalen distalen tibiofibularen Beziehung besteht.
Was ist eine Syndesmosenfixation?
Die Syndesmosenfixation ist ein chirurgisches Verfahren zur Stabilisierung der distalen Tibia und Fibula nach einer Verletzung des Syndesmosenbandkomplexes.
Ziele sind:
Wiederherstellung der normalen tibiofibularen Beziehung
Stabilisierung der Sprunggelenksgabel
Unterstützung der Bandheilung
Begrenzung einer pathologischen Separation
Kontrolle übermäßiger Rotationsbewegungen
Es können unterschiedliche Fixationstechniken eingesetzt werden.
Zwei häufig diskutierte Konzepte sind:
Syndesmosenschrauben
Suture-Button-Fixation
Beide stabilisieren dieselbe anatomische Region, basieren jedoch auf unterschiedlichen mechanischen Prinzipien.
Was ist ein Suture-Button-System?
Ein Suture-Button-System ist ein kortikales Fixationskonstrukt, das aus hochfestem Nahtmaterial und zwei kleinen Buttons besteht.
Ein Button wird auf der Fibulaseite und der andere auf der Tibiaseite positioniert.
Das Grundprinzip kann folgendermaßen dargestellt werden:
Fibula-Button → Hochfestes Nahtmaterial → Tibia-Button
Das Nahtkonstrukt überbrückt den distalen tibiofibularen Abstand und hilft, die Reposition der Syndesmose zu erhalten.
Da die Verbindung über flexibles Nahtmaterial erfolgt und nicht über eine vollständig starre Schraube zwischen den Knochen, kann das System kontrollierte physiologische Mikrobewegungen zulassen.
Wie funktioniert ein Suture-Button-System?
Die genaue Operationstechnik kann variieren, das Grundprinzip umfasst jedoch typischerweise folgende Schritte:
Die Syndesmosenverletzung wird beurteilt.
Tibia und Fibula werden in die gewünschte anatomische Beziehung reponiert.
Ein kontrollierter Knochenkanal wird durch Fibula und Tibia angelegt.
Ein Durchzugssystem wird eingebracht.
Der tibiale Button wird durch den vorbereiteten Kanal geführt.
Der Button wird an der gegenüberliegenden Tibiakortikalis positioniert.
Der fibulare Button wird an der Fibulakortikalis angelegt.
Das Nahtkonstrukt wird gespannt.
Reposition und Implantatposition werden abschließend kontrolliert.
Das resultierende Konstrukt hilft, eine abnorme Separation zwischen Tibia und Fibula zu begrenzen.
Warum werden zwei Buttons verwendet?
Die beiden Buttons schaffen gegenüberliegende kortikale Fixationspunkte.
Der fibulare Button verteilt die Belastung auf der Fibulakortikalis.
Der tibiale Button bildet den Gegenpunkt auf der Tibiakortikalis.
Die hochfesten Nähte verbinden beide Buttons und übertragen die Last zwischen ihnen.
Dadurch entsteht ein suspensorisches Fixationskonstrukt über der Syndesmose.
Die Funktion des Systems hängt ab von:
Korrekte Reposition
Geeignete Tunnelposition
Richtige Button-Auflage
Integrität des Nahtmaterials
Knochenqualität
Spannung des Konstrukts
Operationstechnik
Was ist eine dynamische Syndesmosenfixation?
Suture-Button-Systeme werden häufig als dynamische Fixationssysteme bezeichnet.
Das bedeutet nicht, dass die Syndesmose instabil bleibt.
Vielmehr soll das System ausreichend Stabilität bieten und gleichzeitig eine geringe kontrollierte physiologische Bewegung zwischen Tibia und Fibula zulassen.
Die natürliche Syndesmose ist nicht vollständig starr.
Während der Sprunggelenksbewegung, insbesondere bei Dorsalflexion und Rotation, können geringe Veränderungen der Beziehung zwischen Tibia und Fibula auftreten.
Ein dynamisches Fixationskonzept soll pathologische Bewegung begrenzen, ohne die Region vollständig starr zu machen.
Suture Button vs. Syndesmosenschraube: Was ist der Unterschied?
Der wichtigste Unterschied besteht darin, wie Tibia und Fibula mechanisch miteinander verbunden werden.
Syndesmosenschraube
Eine Schraube erzeugt eine relativ starre Verbindung zwischen Tibia und Fibula.
Suture Button
Ein Suture-Button-Konstrukt verbindet die Knochen über hochfestes flexibles Nahtmaterial und kortikale Buttons.
Merkmal Suture Button Syndesmosenschraube
Fixationsprinzip Dynamische kortikale Fixation Rigide Schraubenfixation
Hauptkomponenten Buttons + hochfestes Nahtmaterial Metallschraube
Physiologische Mikrobewegung Kontrollierte Bewegung möglich Stärker eingeschränkt
Abstützung Kortikale Oberflächen Schraubenverankerung im Knochen
Verbindung Flexibles Konstrukt Rigides Implantat
Implantatentfernung Abhängig von der klinischen Situation Bei manchen Techniken später erforderlich
Keine der Methoden sollte automatisch als in jeder Situation überlegen angesehen werden.
Die geeignete Strategie hängt vom Verletzungsmuster, der Knochenqualität, der Operationstechnik und der Präferenz des Chirurgen ab.
Warum kann eine dynamische Fixation sinnvoll sein?
Die distale Tibiofibularsyndesmose erlaubt physiologisch eine geringe Bewegung.
Bei der Dorsalflexion bewegt sich der breitere vordere Anteil des Talus in die Sprunggelenksgabel, wodurch sich die Beziehung zwischen Tibia und Fibula geringfügig verändern kann.
Ein flexibles Fixationskonstrukt kann daher kontrollierte physiologische Bewegungen zulassen und gleichzeitig die Stabilität erhalten.
Mögliche Aspekte sind:
Erhalt begrenzter physiologischer Mikrobewegung
Vermeidung einer vollständig starren tibiofibularen Verbindung
Aufrechterhaltung der Syndesmosenreposition
Kortikale Fixation auf beiden Seiten
Die Implantatauswahl sollte jedoch immer auf der individuellen Verletzung und der chirurgischen Strategie basieren.
Warum ist eine präzise Reposition wichtig?
Die korrekte Reposition der Syndesmose ist einer der wichtigsten Schritte des Eingriffs.
Das Fixationsimplantat ist dafür vorgesehen, die vom Chirurgen erreichte Stellung zu erhalten.
Eine falsche Reposition kann es nicht korrigieren.
Der Chirurg kann unter anderem beurteilen:
Tibiofibulare Ausrichtung
Position der Fibula in der Incisura
Rotationsbeziehung
Medialen Gelenkspalt
Symmetrie der Sprunggelenksgabel
Stabilität unter Belastung
Nachdem die gewünschte Beziehung hergestellt wurde, hilft das Fixationssystem, diese Position zu erhalten.
Warum ist die Tunnelposition wichtig?
Der Knochenkanal bestimmt den Verlauf des Suture-Button-Konstrukts.
Eine ungünstige Tunnelposition kann beeinflussen:
Fixationsrichtung
Button-Auflage
Knochenbestand
Reposition
Nahtausrichtung
Mechanische Lastverteilung
Die Tunnelposition sollte daher entsprechend der Anatomie und der gewählten Operationstechnik festgelegt werden.
Kontrolliertes Bohren und eine geeignete Führung sind wichtige Bestandteile des Verfahrens.
Warum ist die Button-Auflage wichtig?
Beide Buttons sollten korrekt an den jeweiligen kortikalen Oberflächen anliegen.
Wenn ein Button nicht vollständig aufliegt, funktioniert das Konstrukt möglicherweise nicht wie vorgesehen.
Der Chirurg kann deshalb kontrollieren:
Button-Orientierung
Kontakt mit der Kortikalis
Weichteilinterposition
Spannung des Konstrukts
Endgültige Implantatposition
Eine korrekte Auflage unterstützt die Verteilung der Belastung auf der Kortikalis.
Welche Funktion hat der tibiale Button?
Der tibiale Button bildet den medialen kortikalen Fixationspunkt.
Nachdem er durch den Knochenkanal geführt wurde, wird er an der Tibiakortikalis positioniert.
Bei korrekter Positionierung verhindert er ein Zurückziehen des Nahtkonstrukts.
Dadurch können die hochfesten Nähte die Spannung über dem distalen tibiofibularen Abstand aufrechterhalten.
Welche Funktion hat der fibulare Button?
Der fibulare Button bildet den lateralen kortikalen Fixationspunkt.
Er liegt an der Fibulakortikalis an und arbeitet gemeinsam mit dem tibialen Button.
Der mechanische Kraftpfad kann folgendermaßen dargestellt werden:
Fibula → Button → Nahtkonstrukt → Tibia-Button → Tibia
Gemeinsam erzeugen beide Buttons die kortikale Abstützung für das Fixationssystem.
Warum ist die Spannung des Konstrukts wichtig?
Das Nahtkonstrukt muss angemessen gespannt werden.
Eine zu geringe Spannung kann eine übermäßige Separation oder verbleibende Instabilität zulassen.
Eine zu hohe Spannung kann die Syndesmose überkomprimieren oder die gewünschte tibiofibulare Beziehung verändern.
Ziel ist es, die anatomische Reposition zu erhalten, ohne die Region unnötig zu überkonstringieren.
Die endgültige Spannung hängt ab von:
Verletzungsmuster
Reposition
Knochenanatomie
Implantatdesign
Operationstechnik
Was passiert bei einer Fehlreposition der Syndesmose?
Eine Fehlreposition bedeutet, dass Tibia und Fibula in einer ungeeigneten Beziehung fixiert werden.
Mögliche Folgen können sein:
Abnorme Fibularotation
Übermäßige Weitung oder Kompression
Veränderte Geometrie der Sprunggelenksgabel
Veränderungen der Gelenkmechanik
Anhaltende Beschwerden oder Instabilität
Deshalb sollte die Reposition vor und nach der endgültigen Fixation sorgfältig kontrolliert werden.
Die Qualität der Reposition ist mindestens ebenso wichtig wie die Wahl des Implantats.
Was ist bei begleitenden Sprunggelenksfrakturen zu beachten?
Syndesmosenverletzungen treten häufig gemeinsam mit Sprunggelenksfrakturen auf.
Der Chirurg muss daher das gesamte Verletzungsmuster berücksichtigen, einschließlich:
Fibulafraktur
Fraktur des medialen Malleolus
Fraktur des posterioren Malleolus
Verletzung des Deltoidbandes
Syndesmosenruptur
Frakturreposition und Syndesmosenstabilisierung sollten als Bestandteile derselben Gesamtstrategie betrachtet werden.
Die Reihenfolge der Fixation hängt vom Frakturmuster und der gewählten Operationstechnik ab.
Akute vs. chronische Syndesmosenverletzungen
Der Zeitpunkt der Verletzung kann die Behandlung beeinflussen.
Akute Verletzung
Bei einer akuten Verletzung kann die Fixation eingesetzt werden, um die reponierte Stellung zu erhalten, während die verletzten Syndesmosenbänder heilen.
Chronische Verletzung
Bei chronischen Verletzungen können die Weichteile ein geringeres Heilungspotenzial besitzen.
Je nach Instabilität, Ausrichtung, Gewebequalität und Begleitpathologie kann eine komplexere Rekonstruktion erforderlich sein.
Suture-Button-Fixationen können deshalb je nach klinischer Situation unterschiedlich eingesetzt werden.
Bleibt ein Suture-Button-System dauerhaft im Körper?
Das Implantat kann je nach klinischer Situation und Präferenz des Chirurgen im Körper verbleiben.
Im Gegensatz zu einigen rigiden Schraubenfixationen ist eine routinemäßige Entfernung nicht zwangsläufig erforderlich.
Die Entscheidung über das Implantatmanagement hängt jedoch ab von:
Beschwerden
Implantatposition
Reaktion der Weichteile
Heilungsverlauf
Chirurgischer Beurteilung
Individueller klinischer Situation
Kein Fixationssystem sollte als vollständig frei von der Möglichkeit eines späteren Eingriffs betrachtet werden.
Können mehrere Suture Buttons verwendet werden?
Ja, abhängig vom Verletzungsmuster und der gewählten Technik.
Einige Verletzungen können mit einem einzigen Konstrukt stabilisiert werden, während in anderen Situationen mehrere Fixationspunkte verwendet werden können.
Die Anzahl kann beeinflusst werden durch:
Grad der Instabilität
Höhe der Verletzung
Knochenqualität
Begleitende Frakturen
Präferenz des Chirurgen
Fixationsstrategie
Das Ziel besteht nicht darin, möglichst viele Implantate einzusetzen, sondern eine ausreichende Stabilisierung für die jeweilige Verletzung zu erreichen.
Welche potenziellen Vorteile hat die Suture-Button-Fixation?
Mögliche Vorteile des Fixationsprinzips sind:
Dynamische Stabilisierung
Kortikale Fixation
Kontrollierte physiologische Mikrobewegung
Geringere Abhängigkeit von einer vollständig rigiden tibiofibularen Fixation
Niedriges Profil der Button-Komponenten
Möglicherweise keine routinemäßige Implantatentfernung erforderlich
Diese Eigenschaften bedeuten nicht, dass ein Suture-Button-System automatisch für jeden Patienten die beste Lösung ist.
Eine geeignete Patientenauswahl und korrekte Operationstechnik bleiben entscheidend.
Welche Faktoren sollten bei der Auswahl einer Syndesmosenfixation berücksichtigt werden?
Relevante Faktoren können sein:
Stabilität der Verletzung
Begleitende Sprunggelenksfrakturen
Knochenqualität
Tibiofibulare Anatomie
Akute oder chronische Verletzung
Qualität der Reposition
Implantatdesign
Tunneldimensionen
Gewünschte Fixationssteifigkeit
Aktivitätsniveau des Patienten
Erfahrung und Präferenz des Chirurgen
Die Fixation sollte als ein Bestandteil der gesamten Behandlungsstrategie betrachtet werden.
Orthosyn Syndesmosis Fixation System
Orthosyn Medikal bietet ein Syndesmosis Fixation System auf Basis des Suture-Button-Prinzips.
Das System verwendet eine kortikale Fixation über der distalen tibiofibularen Region und ist für die Stabilisierung der Syndesmose bei ausgewählten Bandverletzungen oder Sprunggelenktraumata vorgesehen.
Das Fixationskonzept kombiniert:
Kortikale Buttons
Hochfestes verbindendes Nahtmaterial
Stabilisierung zwischen Tibia und Fibula
Dynamische Fixationsprinzipien
Das Sportmedizin-Portfolio von Orthosyn umfasst darüber hinaus femorale Fixationssysteme, Fixed-Loop-Buttons, Double Button AC Fixationssysteme, Interferenzschrauben und weitere Lösungen für die Bandrekonstruktion.
Syndesmosenfixation vs. AC Double Button Fixation
Obwohl beide Systeme kortikale Buttons und hochfeste Nahtkonstrukte verwenden können, sind sie für unterschiedliche anatomische Regionen bestimmt.
Merkmal Syndesmosenfixation AC Double Button Fixation
Anatomische Region Sprunggelenk Schulter
Stabiliserte Knochen Tibia und Fibula Klavikula und Korakoid
Hauptpathologie Syndesmoseninstabilität AC-/CC-Instabilität
Fixationsprinzip Kortikaler Suture Button Kortikale Double-Button-Fixation
Hauptziel Wiederherstellung der distalen tibiofibularen Stabilität Wiederherstellung der korakoklavikulären Stabilität
Das mechanische Prinzip kann ähnlich sein, die Anatomie, Operationstechnik und Anwendung unterscheiden sich jedoch deutlich.
Fazit
Die Syndesmosenfixation ist ein chirurgisches Verfahren zur Stabilisierung der distalen Tibia und Fibula nach einer Verletzung des Syndesmosenbandkomplexes.
Ein Suture-Button-System verwendet zwei gegenüberliegende kortikale Buttons, die durch hochfestes Nahtmaterial miteinander verbunden sind.
Ein Button wird auf der Fibulaseite und der andere auf der Tibiaseite positioniert, wodurch ein Fixationskonstrukt über der Syndesmose entsteht.
Das Grundprinzip lautet:
Fibula → Kortikaler Button → Hochfestes Nahtmaterial → Kortikaler Button → Tibia
Im Gegensatz zu einer vollständig rigiden Fixation kann ein Suture-Button-System eine dynamische Stabilisierung ermöglichen, bei der eine begrenzte physiologische Mikrobewegung erhalten bleibt, während pathologische Separation und Rotation kontrolliert werden.
Der Erfolg einer Syndesmosenfixation hängt jedoch nicht nur vom Implantat ab. Eine präzise Reposition, geeignete Tunnelpositionierung, korrekte Button-Auflage, Knochenqualität, Konstruktspannung, Begleitfrakturen und die Operationstechnik müssen gemeinsam berücksichtigt werden.
Orthosyn Medikal bietet ein Syndesmosis Fixation System zur Unterstützung der dynamischen kortikalen Stabilisierung der distalen Tibiofibularsyndesmose bei ausgewählten Sprunggelenksrekonstruktionen.